Am Himmel war kein Plätzchen frei

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Erstmals seit Jahren konnten die „Aiolos“-Mitglieder wieder die Bonbon-Fähre mit Süßigkeiten bestücken.

Nieder-Roden (lö) - Werner Wambachs Kastendrachen ist so etwas wie das Wetterfähnchen des Drachenclubs „Aiolos“. Bläst der Wind stark genug, bleibt er oben. Weht nur ein laues Lüftchen, fällt er vom Himmel wie der Kasten, der ihm seinen Namen gab.

Am Wochenende schwebte er meist über dem Badesee-Parkplatz und ließ Moderator Jürgen Schneider mit der Sonne um die Wetter strahlen: „Das sind gefühlte zwei bis drei Windstärken“, frohlockte er am Samstagmittag. Für alle Nicht-Experten: Das entspricht Windgeschwindigkeiten von 10 bis 15 Kilometern pro Stunde - deutlich mehr als die vom Wetterdienst prophezeiten vier bis fünf Stundenkilometer.

Und deshalb gab"s am Himmel kaum ein freies Plätzchen. Die „Aiolos“-Mitglieder ließen unter anderem zehn Kraken, die längste maß stolze 28 Meter, Mainzelmännchen und sogar einen Leuchtturm steigen. Hessens größter Kugelfisch dümpelte knapp über dem Boden dahin. Zehn Kilometer Garn hat sein Besitzer gebraucht, um 1 800 einzelne Stoffstücke zu einem Ballon von sechs Metern Durchmesser zu vernähen. Seine nur unwesentlich kleineren Brüder gerieten da zur Nebensache.

Bilder vom Drachenfest

Drachenfest am Badesee

Gut 50 Lichter gingen den Besuchern beim Massenstart der Heinrich-Böll-Schule auf. Die Fünft- und Sechstklässler hatten ihre Drachen mit Glühbirnen bemalt und wiesen schon mal auf die Energiemesse im November hin. Die Energie des Windes hatten Schüler, Lehrer und Eltern aber offensichtlich etwas unterschätzt. Etliche ihrer Drachen verhedderten sich und mussten mit Hilfe der Fachleute entwirrt werden.

Ein dickes Lob erhielten die „Aiolos“-Leute aus Luxemburg. „Viel zu sehen und trotzdem richtig schön familiär“, sagte Claudia Günemann vom Drachenclub „Blue Sky“. Sie war am Samstag erstmals nach Nieder-Roden gekommen. Und war vermutlich nicht zum letzten Mal hier.

Quelle: op-online.de

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