Hitze bringt Bauern um ihr Geld

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Dieser Mais nahe der Rodgau Ringstraße in Dudenhofen ist am Ende. Hier wäre der Maschineneinsatz weitaus teurer als der Ertrag. An anderen Stellen in Rodgau sieht der Mais nicht viel besser aus. Ihm fehlt seit Wochen das Wasser.

Rodgau ‐ Der Mais sieht zum Erbarmen aus. Eigentlich sollte er um diese Jahreszeit satt grün und zwei Meter hoch stehen. Stattdessen reicht‘s nur für eine vergilbte und ausgetrocknete Bonsai-Ausgabe. Von Bernhard Pelka

„Uns fehlt seit sechs Wochen das Wasser“, beschreibt Landwirt Günther Keller die bedrohliche Lage an der Hitzefront.
Das bisschen Regen vom Mittwochabend kann da nicht mehr viel retten. Keller und seine Rodgauer Kollegen rechnen mit bis zu 30 Prozent Ernteausfällen.

Es ist kaum zu fassen, aber selbst das aus Afrika stammende Sudangras für Biogasanlagen mickert auf einem Feld der Dudenhöfer Ortslandwirtin Beate Mahr wegen der Gluthitze bei 20 bis 30 Zentimeter Höhe vor sich hin. Normalerweise müsste es die Marke von einem Meter überwachsen haben. „Für die Landwirtschaft ist das ein Extrem-Jahr“, bedauert Mahr. Auch sie fürchtet, dass es insbesondere beim Mais vereinzelte extreme Einbußen bis zu 80 Prozent geben wird.

Quelle: op-online.de

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