Von der Hochzeit bis zur Feuerwehr

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Frisch verheiratet: Thorsten und Jenna Gaubatz, geborene Breuer, sind eines von 70 Hochzeitspaaren im ersten Halbjahr.

Rodgau (eh) - Die Einwohnerzahl Rodgaus ist in den letzten sechs Monaten geringfügig zurückgegangen, liegt aber immer noch stabil über 45 000.

Das geht aus der städtischen Einwohnerstatistik hervor. Morgen, am 30. Juni, ist ein wichtiger Stichtag für Statistiker. Zum Ende des ersten Halbjahres werden wieder endlos lange Listen mit Zahlen gefüllt.

Von den vielen Daten, die im Rodgauer Rathaus anfallen, hat die städtische Pressestelle eine Auswahl ausgewertet.

Das umfassendste Zahlenwerk liefert die Einwohnermeldestatistik. Danach zählt Rodgau nach dem ersten Halbjahr 45 375 Einwohner, davon 4 434 mit ausländischem Pass. Der Ausländeranteil ist in Nieder-Roden mit 12,35 Prozent am höchsten und in Hainhausen mit 8,21 Prozent am niedrigsten.

Die Rodgauer konnten bis zum Juni 828 Neubürger begrüßen, mussten sich aber im gleichen Zeitraum von 871 Frauen, Männern und Kindern verabschieden. Neue Nachbarn haben 379 Menschen bekommen, denn sie sind innerhalb des Stadtgebiets umgezogen. Die größte Mobilität mit 151 Personen wurde in Nieder-Roden festgestellt. Am beständigsten ist Hainhausen. Dort sind 61 Personen weg- und 61 zugezogen. Mit 0,59 Prozent Umzügen gemessen an den Einwohnern herrscht nahezu idyllische Ruhe.

Einer von 77 Einsätzen der Feuerwehr Rodgau-Süd im ersten Halbjahr: Ein Quad-Fahrer landete im Fenster der Sparkasse.

Keine idyllischen Zahlen liefert die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte aus Weiskirchen rückten zu neun Hilfeleistungen und 13 Brandeinsätzen aus. Rodgau-Mitte war zu 26 Hilfeleistungen und 25 Brandeinsätzen unterwegs. Im Süden der Stadt wurde die Feuerwehr zu 41 Hilfeleistungen und 36 Brandeinsätzen gerufen. Hinzu kommen an diesem Standort noch 18 Fehlalarme, ausgelöst durch Brandmeldeanlagen, im Gegensatz zu den anderen beiden Wehren, die maximal einen derartigen Einsatz registrierten.

Das Feuer der Zuneigung brannte bei 70 Ehepaaren und zwei Lebenspartnerschaften so sehr, dass sie den Gang zum Standesamt antraten und den Bund fürs Leben schlossen. 159 kleine Rodgauer haben im ersten Halbjahr das Licht der Welt erblickt, aber alle auswärts. Hausgeburten innerhalb des Stadtgebiets konnte das Standesamt im ersten Halbjahr nicht beurkunden, aber vielleicht wird die Vorjahreszahl von zwei ja in den kommenden sechs Monaten noch erreicht.

Von 160 Verstorbenen mussten sich die Angehörigen seit Jahresanfang verabschieden, 76 von ihnen starben in Rodgau.

Den größten Teil ihres Lebens noch vor sich haben die 203 Schulkinder aus den städtischen Kindergärten, die nach den Sommerferien in die Schule kommen.

Svenja Löber aus Dudenhofen versteht sich mit ihrem Vierbeiner prächtig. 2 214 Hunde sind derzeit in Rodgau angemeldet.  

Wer raus aus den eigenen vier Wänden wollte, hatte beim Besuch einer der 331 Veranstaltungen in Sachen Kultur, Sport und Vereinswelt reichlich Gelegenheit. Diese Zahl stammt aus dem Veranstaltungskalender der Stadtverwaltung. Schul- und Kindergartenfeste sowie Straßenfeste und kleinere Veranstaltungen sind darin oft nicht verzeichnet.

Unterwegs waren auch die Rodgauer Landschaftsbeobachter, die ihre Augen offen halten. Neben Fundsachen, Schlaglöchern und überhängenden Ästen meldeten sie im ersten Halbjahr vor allen Dingen wilde Müllablagerungen, 52 an der Zahl.

Der beste Freund des Menschen ist der Hund, sagt man. Sicher auch deshalb wurden seit Jahresanfang 149 Hunde angemeldet, aber auch 174 abgemeldet. Derzeit leben 2 214 Hunde in Rodgau, deren Herrchen und Frauchen Hundesteuer zahlen.

Eine riesige Zahl zum Schluss: 1 807 643 Kubikmeter Abwasser flossen in den ersten sechs Monaten in die Kläranlage Weiskirchen. Leider keine gute Statistik gibt es in diesem Zusammenhang für Gegenstände, die aus Versehen in die Toilette hinuntergespült wurden: Die Quote des „Wiederauftauchens“ liegt bei Null. Was weg ist, ist weg.

Quelle: op-online.de

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