Höchstleistung auf nur einem Rad

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Voller Vorfreude strahlen die „ Smiling Faces“ des TSV Dudenhofen. Ihre roten T-Shirts tragen den Schriftzug der Deutschen Meisterschaften im Einrad Freestyle. Der TSV organisiert den bundesweiten Wettkampf, der diesmal in Dietzenbach ausgetragen wird.

Dudenhofen (pul) - Ein Balanceakt ist der Tanz auf dem Sportgerät allemal. In der Einrad-Abteilung des TSV Dudenhofen gerät aber zurzeit niemand ins Straucheln, denn die Verantwortlichen sind fest auf ihr großes Ziel fixiert: Die Organisation der dritten Deutschen Meisterschaft im Einrad Freestyle.

Eigentlich ist das Team um Abteilungsleiterin Elke Dubberstein in der Halle der Claus-von-Stauffenberg-Schule zu Hause und fühlt sich dort wohl. Doch stehen dort nur vier Umkleidekabinen zur Verfügung. Viel zu wenig für die 225 Sportler aus der ganzen Republik, bedauert Elke Dubberstein. Denn vom 27. bis 29. Mai kämpfen die Einradfahrer um die Krone der deutschen Meisterschaft. Neben den Sportlern erwartet der TSV zu den Titelkämpfen auch Betreuer aus 14 Vereinen, insgesamt 600 Personen. In den Kategorien Einzel-, Paar- und Gruppenküren sowie Standard Skill kommen Sportler von Hamburg bis München sowie die starke Konkurrenz aus Bottrop.

Gemeinsam mit dem RSC Dietzenbach hat sich das Orga-Team für die Veranstaltung die in Dietzenbach gelegene Philipp-Fenn-Halle ausgesucht. Dort gibt es auch eine Küche, schließlich wollen die Sportler an den drei Tagen einen vollen Magen haben.

Mit der Anzahl an Nebenräumen für die Einradfahrer sowie die benachbarte Ernst-Reuter-Sporthalle, die zum Aufwärmen dienen wird, fanden die Organisatoren in der Nachbargemarkung das bessere Paket. Sie versichern, Rodgau nicht den Rücken kehren zu wollen.

Sogar Rudolf Scharping hat sich angekündigt 

Abseits der Organisation haben die jungen Dudenhöfer Damen des Einradsports wieder gute Chancen auf vordere Plätze. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften 2010 standen Rebecca Kuhn, Julia Friedrich, Alexa Dubberstein sowie die Formation „Pink“ schon ganz oben auf dem Podest. Elke Dubberstein räumt den Mädchen wieder Möglichkeiten ein: „Sie haben gute Chancen, wenn sie fehlerfrei fahren.“

Von den 240 Jugendlichen in der Einrad-Abteilung gehören 50 zur Wettkampfgruppe, von der wiederum 37 um die Titel mitfahren werden. So wird das Publikum alleine am Samstag 120 Küren sehen. Elke Dubberstein hat den Ablauf minutiös geplant: Von der Vorstellung über die Kür bis zur Benotung durch die Jury soll jeder Durchgang in sechs Minuten absolviert werden.

Für diese detaillierte Planung braucht die Abteilungsleiterin starke Unterstützung. 160 Helferdienste hat sie zu besetzen. Kinder schminken, Frisuren richten, in der Küche leckere Gerichte zubereiten, Kuchen backen, das Rote Kreuz für den Notfall anheuern sowie die Jury einladen (der Juror Ryan Woesner kommt aus den USA angereist) – seit Oktober laufen die Vorbereitungen. Am Samstag wird hoher Besuch erwartet: Der Ex-Bundesminister und Vorsitzende des Bundes deutscher Radfahrer, Rudolf Scharping, hat sein Kommen zugesagt.

In den Helfermarathon sind auch die Eltern der radelnden Kinder involviert. „Ohne Eltern geht es nicht“, weiß Elke Dubberstein, „und die Einrad-Abteilung hat tolle Eltern.“

Quelle: op-online.de

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