Hoffnung auf Parkplätze an der S-Bahn

Weiskirchen - (eh) Ein neuer Parkplatz für 63 Autos soll die Parkplatznot an der S-Bahn-Station Weiskirchen lindern. Der Bebauungsplan-Entwurf steht am kommenden Montag im Stadtparlament zur Debatte.

Doch ob der Plan jemals in die Tat umgesetzt wird, steht in den Sternen: Die Stadt besitzt dort keine Grundstücke und von den privaten Eigentümern wollen nur wenige verkaufen.

Vier von elf Grundstückseigentümern hatten im letzten Jahr auf Anfrage der Stadtverwaltung ihre Verkaufsbereitschaft signalisiert. Die anderen hielten sich bedeckt - wohl auch aus der Hoffnung heraus, dass aus ihren Wiesen und Gärten eines Tages Bauland werden könne.

Doch jetzt ist klar: An die Ecke Bahnhofstraße/Friedrich-Henkel-Straße kommt ein Park+Ride-Parkplatz hin und sonst gar nichts. „Man kann einen Parkplatz auch ohne Bebauungsplan bauen“, sagte Stadtplanerin Monika Treske im Bau- und Verkehrsausschuss: „Der Plan soll dokumentieren, dass die Stadt sich in diesem Bereich bindet.“

Seit den ersten Überlegungen hat die Stadt den geplanten Parkplatz vergrößert. Jetzt sind 16 statt elf Parzellen überplant. Auf 1 854 Quadratmetern haben 63 Autos Platz, wenn sie schräg einparken. Elf Bäume und eine Hecke sollen das Erscheinungsbild auflockern; die drei großen Linden an der Bahnhofstraße bleiben stehen.

Dass eine weitere P+R-Anlage notwendig ist, zeigt ein Blick auf die Blechschlange an der Bahnhofstraße: Wer morgens einen der 92 Stellplätze direkt am Bahnhof ergattern will, muss früh aufstehen. Eine Befragung im Herbst 2008 hat ergeben, dass die Hälfte der dort parkenden Autofahrer aus Seligenstadt kommt.

„Alle Parkplätze an den S-Bahn-Stationen sind unterdimensioniert“, sagte Heino Reckließ (FDP) im Bauausschuss. Jürgen Kaiser (SPD) erinnerte daran, die Bahn habe sich in den Verhandlungen um P+R-Anlagen „widerspenstig“ verhalten. Bürgermeister Alois Schwab, damals CDU-Stadtrat: „Das war ein Ringen um jeden Platz.“

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio

Kommentare