Hoffnungsvoller Blick auf das Musikjahr

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Hoffnungsvoller Blick auf das Musikjahr

Rodgau/Rödermark (mc) ‐ Dass Rödermark kulturell vor dem größeren Rodgau rangiert, hat natürlich auch mit „Kultur-Bürgermeisterei“ wie einst bei Alfons Maurer zu tun.

Kultur konnte nicht sein wichtigstes Ressort sein, aber es war sein vornehmstes. Das sahen in den zurückliegenden drei Jahrzehnten nicht alle seine Kollegen so. Besonders in Rodgau. Das könnte sich im Jahr 2010 ändern. Der gewählte neue Bürgermeister Jürgen Hoffmann steht insbesondere der Musik sehr nahe. Sie ist bei ihm auch familiär verankert - über seinen Sohn, seine Frau und seinen Bruder. Hoffmann besucht nicht nur Konzerte, weil es als Politiker und Amtsträger seine Pflicht ist. Das wird die Rodgauer Musikschaffenden freuen und sie diesem Jahr hoffnungsvoll entgegen blicken lassen.

2010 wird das Jahr des Musikvereins Dudenhofen werden. Denn der Klassenprimus in Sachen Blasorchester-Sound feiert mit hochkarätigen Veranstaltungen seinen 100. Geburtstag. Die Highlights sind „hr-Brass“, Henni Nachtsheim und Band sowie die „Rodgau Monotones“. Die Gastgeber selbst wollen mit ihren Kamelienkonzerten und dem Jahreskonzert am 21. November dem Festjahr weitere Glanzlichter aufsetzen.

Konzerttermin ist kein Zufall

Eingebettet in das Jubiläum ist Ende Mai das „Bezirksmusikfest Darmstadt-Süd“ des Hessischen Musikverbands (HMV), ein weiterer Trommelwirbel im Veranstaltungskalender des neuen Jahres. Da mischen Musikvereinskollegen aus Nieder-Roden vorne mit. Deren Maestro Jürgen K. Groh ist HMV-Bezirksdirigent Darmstadt-Süd. Bezirkschef ist der einstige Musikvereins-Vorsitzende des größten Rodgau-Stadtteils, Albert Gröger, und Fach-Beisitzer Timor Chadik, der bei den Nieder-Rödern musikalisch aufwuchs.

In Nieder-Roden aufgewachsen ist auch Björn Bürger, der 2003 mit dem Rodgauer Kulturförderpreis ausgezeichnet wurde und zurzeit Operngesang studiert. Er gibt am Samstag, 9. Januar, ein Konzert mit Songs von Rio Reiser und „Ton Steine Scherben“ in der Aula der Georg-Büchner-Schule Jügesheim. Der Konzerttermin ist kein Zufall: Am 9. Januar hätte Reiser (†) seinen 60. Geburtstag gefeiert. Per Internet hat bereits Willy Wagner sein Kommen zugesagt: Er begleitete Reiser während dessen Solokarriere als Bassist. Gastgeber des Abends ist der „Impuls“-Kulturverein, der Ende Januar an gleicher Stelle noch mit Ray Wilson punkten möchte, dem ehemaligen Sänger von „Stiltskin“ und „Genesis“. Und Ende März in der Kulturhalle Rödermark mit dem Musical „Finnegan und der Kobold in ‚Der Elfenprinz‘“.

Exotische Kombinationen

Konzertgänger, die früh planen, können sich schon die ersten Termine im Kalender anstreichen. Etwa den 5. Februar. Da ist das „Buchberger Quartett“ mit Haydn, Mozart und Max Reger zu Gast bei der Musikgemeinde Rödermark. Weitere Tipps: Jazzclub Rödermark, mit jungem deutschem Querflötenjazz von Stephanie Wagners „Quinsch“ am 29. Mai - und, am 8. Mai, mit „Klassischer Jazz meets Modern Jazz“. Dafür sorgen „Seven@Jazz“, mit der Posaunistin Viola Engelbrecht und dem Dauer-Gast Tony Lakatos („hr-Bigband“) in ihren Reihen.

Exotischere Kombinationen wagt das „Alternative Zentrum“ (AZ): am 26. März mongolisch-bulgarische Weltmusik mit den „Violons Barbares“ und Keltisch-Mexikanisches am 18. April mit „Los Paperboys“. Auf keinen Fall entgegen lassen sollte man sich „Ars Vitalis“ am 15. Januar im AZ.

Quelle: op-online.de

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