Holz unter dem Hammer

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Rudolf Nenner, Rolf Jäger, Siegfried Döbereiner, Herbert Sauerwein und Günter Kratz vom Männergesangverein Germania haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um die Holzscheite für die Lagerfeuer zu spalten.

Dudenhofen (eh) ‐ Vor 16 Jahren wurde in Dudenhofen vom Gesangverein Germania ein Brauchtum wiederbelebt, das durch die modernen Heizungen in Vergessenheit geraten war: Die Holzversteigerung. Am 9. Januar findet die weit über die Grenzen Rodgaus bekannte „Historische Holzversteigerung“ nun zum 16. Mal an der Gänsbrüh in Dudenhofen statt.

Ab 11 Uhr wird wieder viel zu sehen und zu erfahren sein. Eine Oldtimer-Traktor- und Bulldog-Schau, alte Landmaschinen, eine mobiles Sägewerk und Geräte zur Holzbearbeitung und das Holzrücken mit Pferden. Wer Holz schneiden lassen möchte, bitte bei Wolfgang Walter unter Tel.: 0177 2196354 melden.

Die Jagdhornbläser eröffnen um 11 Uhr das Programm musikalisch. Zahlreiche Aussteller rund ums Holz sind ebenfalls vor Ort. Die Timbersportler zeigen ihr Können bei einer Holzfäller-Show. Die Schuhplattler „Mömbriser Haxenschwinger“ und eine Tanzgruppe sind auch dabei.

Um 13 Uhr versteigert Förster Peter Bangert 70 bis 80 Meter Buchenholz, das Sänger geschlagen und aufgestapelt haben. Der Startpreis liegt bei 50 Euro. Als besonderer Anreiz werden zwei Holzstapel zu jeweils einem Festmeter unter den neuen Holzbesitzern verlost. Aus Sicherheitsgründen ist die Abfuhr des ersteigerten Holzes erst ab 16 Uhr erlaubt.

Stimmungsvolle Atmosphäre beim Lagerfeuer

Nach der Versteigerung werden sich zwei Teams im Wettkampf gegenüber stehen, die beim Sägen, Spalten und Stapeln um den ausgesetzten Preis kämpfen werden - so auch Prominente. Einmalig in Deutschland ist die Edelholzkönigin. Die bereits ernannte Edelholzkönigin 2010 wird vorgestellt und die Edelholzkönigin 2009 verabschiedet. Die vierte Titelträgerin im Jahr 2010 ist Beate Böke, die im Germania-Chor „Mixed Generations“ singt.

Für das leibliche Wohl ist in gewohnter Qualität gesorgt, unter anderem mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und großen Stücken heißer Fleischwurst.

Mit Beginn der Dämmerung verbreitet das in den Lagerfeuern knisternde Holz eine stimmungsvolle Atmosphäre. Damit der Autoverkehr in geordneten Bahnen läuft, weist die Stadt für diesen Tag eine Einbahnstraße von der Opelstraße bis zur Einhardstraße aus. Autos werden am Waldrand entlang über den asphaltierten Feldweg zur Einhardstraße geführt. Noch besser ist es, das Auto im Ort stehen zu lassen und zu Fuß zur Gänsbrüh zu gehen. Für auswärtige Besucher steht an der S-Bahn-Station ein Taxi.

Quelle: op-online.de

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