Holzauktion vor Märchenkulisse

Dudenhofen ‐ Die Holzversteigerung des Männergesangvereins Germania Dudenhofen war diesmal ein echtes Wintermärchen. Das Tief „Daisy“ hatte tonnenweise Schnee nach Rodgau gepustet und an der Freizeitanlage Gänsbrüh eine zauberhaft verschneite Kulisse in Weiß geschaffen. Von Bernhard Pelka

Manche kamen auf Skiern, andere zogen Kinder auf Schlitten hinterher. Das Winterwetter verhinderte zwar einen ähnlich massiven Publikumsandrang wie in den Jahren zuvor. Die Veranstaltung mit dem Charakter eines Volksfests war dennoch wieder sehr gut besucht. Einige Gäste empfanden es sogar als angenehm, dass sie nicht - wie bei der Auktion üblich - durch die Reihen geschoben wurden, sondern sich frei bewegen konnten.

Als Ortsdiener Manfred Kratz die Versteigerung lautstark einläutete, fanden sich indes weit weniger Gäste hinter der Freizeitanlage ein als bei früheren Gelegenheiten dieser besonderen Art. 68 Festmeter zum Mindestgebot von 50 Euro je Meter standen zur Auktion an. Revierförster Peter Bangert gab sich zwar alle Mühe, die Preise hochzutreiben. Doch nur wenige Male gingen die Bieter über das Mindestgebot hinaus.

Wettsägen verlangt Teilnehmern einiges ab

Derweil schwitzten die Timbersportler bei ihren handfesten Wettbewerben. Sie hackten und sägten nicht nur gegen die Minusgrade an, sondern hatten vor allem damit zu kämpfen, dass das Holz gefroren war. Schwer taten sich auch die Teilnehmer aus dem Publikum beim Wettsägen. Die Männer von den Traktorenfreunden Seligenstadt und den Unimogfreunden Dreieich trennten sich letztlich unentschieden. Eindeutige Sieger aus Babenhausen gab es hingegen bei der Prämierung der historischen Traktoren , mit denen gleich mehrere Vereine die große Schau rund ums Holz bereicherten (siehe Foto). Mannshohe Lagerfeuer spendeten angenehme Wärme, für Temperaturen von Innen sorgte Hochprozentiges. Wer das nicht mochte, blieb eben bei Erbsensuppe, Metzger Sieglers herzhafter Fleischwurst oder anderen Leckereien.

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Holzauktion vor Märchenkulisse

Tapfer legten die „Mömbriser Haxnschwinger“ auf der Bühne bei minus drei Grad in kurzen Krachledernen einen urigen Schuhplattler nach dem anderen hin. Zuvor hatte dort die neue Edelholzkönigin Beate Böke aus Nieder-Roden (sie singt bei den „Mixed Generations“ der Germania) von ihrer Vorgängerin Doris Klein die Krone übernommen. Unterm Dach der Freizeitanlage zeigte eine Ausstellung Bilder vergangener Holzauktionen. Es tat ausgesprochen gut, dass dort eine ganze Ausstellungswand mit Fotocollage und Spruchband an den im September überraschend verstorbenen 1. Vorsitzenden Dieter Kratz erinnerte. In dessen Moderatorenrolle war Jürgen Resch geschlüpft, der zur Eröffnung unter den Ehrengästen auch den Vizepräsidenten des Hessischen Landtags, Frank Lortz aus Froschhausen, begrüßte. Lortz hatte nicht nur nette Begrüßungsworte, sondern auch einen 1 000-Euro-Scheck mitgebracht. Das Geld wird die Jugendarbeit des rührigen Vereins stützen. Begonnen hatte das Fest ganz passend mit Signalen der Weiß-Blauen Jagdgesellschaft.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Pelka

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