Knochenjob im Wald

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Sie schuften, bis der Muskelkater kommt: Mitglieder des Gesangvereins Germania bereiten die Brennholzversteigerung vor.

Dudenhofen - Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Fünf Wochen vor der Holzversteigerung am 12. Januar haben die „Holzmacher“ des Gesangvereins Germania alle Hände voll zu tun. Auf dem Waldfestplatz an der Gänsbrüh setzen sie 50 Raummeter Buchenholz auf.

Die Arbeit ist leichter als in früheren Jahren, aber immer noch schwer genug. Mit der Kettensäge zerteilen die Sänger die Baumstämme in Stücke zu je einem Meter. Der leise ratternde Traktormotor treibt den mannshohen Holzspalter an. Mit einem satten „Ratsch“-Geräusch zerteilt der hydraulische Spaltkeil die Stammstücke in lange Scheite. Das geht scheinbar mühelos. Kein Wunder: Die Spaltkraft entspricht 14 Tonnen.

„Früher haben wir alles von Hand gespalten“, erzählt Günter Kratz. Der rüstige Rentner nimmt eine Axt in die Hand und zeigt, wie’s geht: Eins, zwei, drei Schläge und das Holz ist durch - zwei Scheite fallen zur Seite. Diese Arbeit ist ein Knochenjob, besonders bei Kiefernholz, das wegen seiner langen Fasern nicht so leicht aufreißt.

Mit Traktor und Anhänger

Wolfgang Walter hat eine gewaltige Spaltkraft im Griff.

Mit Traktor und Anhänger holen die „Holzmacher“ die Baumstämme aus dem Seligenstädter Wald. Das Forstamt erlaubt ihnen nicht mehr, die Bäume selbst zu fällen - Sicherheit geht vor. Auch so gibt es für die Männer um Wolfgang Walter noch genug zu tun: Sie rücken die Stämme an den Wegrand, laden sie auf, zerteilen das Holz und schichten die Scheite auf. „Wir arbeiten, bis der Muskelkater anfängt“, berichtet Walter. Allein am Mittwoch waren zehn Mann im Einsatz. Bis zum Wochenende wollen sie fertig sein.

Am 12. Januar wird nicht nur Brennholz versteigert. Auch das mobile Sägewerk ist wieder vor Ort. Wer Stammholz in Bretter, Kanthölzer oder Dachlatten schneiden lassen will, sollte sich bis 28. Dezember bei Wolfgang Walter unter Tel.: 0170/8306083 anmelden.

eh

Quelle: op-online.de

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