Rodgau

Hospizdienst lässt Trauernde nicht allein

Ehrenamtliche helfen, den Verlust einer Beziehung zu verarbeiten. Dafür ist eine qualifizierte Fortbildung als Grundlage des Hospizdienstes unerlässlich.

Rodgau (eh) - Der ambulante Hospizdienst unter dem Dach der Johanniter-Unfallhilfe hat sein Arbeitsfeld erweitert. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Hospizgruppe bieten jetzt auch eine Begleitung für Menschen an, die den Verlust eines Angehörigen betrauern.

Trauer geht nicht ohne Schmerz. Diese Erfahrung teilen alle Trauernden. Erschwerend kann die Haltung von Freunden, Kollegen oder Verwandten sein, die häufig dazu neigen, den Trauernden aufzumuntern oder die Situation zu bagatellisieren. Manchmal werde Trauer sogar als ungesund, übertrieben oder krankhaft dargestellt, berichtet der Johanniter-Hospizdienst: „Trauer selbst ist aber keine Krankheit, sondern ein Prozess, den Verlust einer Beziehung zu verarbeiten.“

Bei diesem Prozess bietet der ambulante Hospizdienst nun seine Hilfe an. Zehn ehrenamtliche Mitarbeiter/innen haben an einem Fortbildungskurs „Befähigung zur Trauerbegleitung“ teilgenommen. Der Kurs umfasste 72 Unterrichtsstunden und entspricht bundesweit geltenden Standards. Die Kursteilnehmer beschäftigten sich mit Trauertheorien, Trauer in Familienbeziehungen, Gesprächsführung, Ritualen in der Trauer und Schuld im Trauerprozess. Voraussetzung war die Offenheit, in der Fortbildungsgruppe auch über persönliche Trauererfahrungen und Umgang mit der eigenen Trauer zu sprechen.

Das Angebot einer Trauerbegleitung steht allen Bürgern offen. Die Kontaktaufnahme erfolgt über den ambulanten Hospizdienst mit Palliativberatung unter 06106/8710-25. Der Hospizdienst unter Leitung von Diana Ackermann hat eine Anlaufstelle am Puiseauxplatz.

Quelle: op-online.de

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