Herbstfest mit verkaufsoffenem Sonntag

Von Idee und Zuspruch begeistert

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Nach Einbruch der Dämmerung war es beim Kürbismarkt im Ortskern von Jügesheim besonders stimmungsvoll, anheimelnd und auch richtig voll.

Jügesheim - Wie viel Rodgau an Einzelhändlern, Geschäftsleuten, Vereine und Gastronomie zu bieten hat, zeigte sich beim ersten Rodgauer Herbstfest im Jügesheimer Zentrum rund um Rathaus, Rodgau-Passage und Kirche.

Die Beteiligten waren nach den Worten des Gewerbevereins-Vorsitzenden Gerhard Lederer nicht nur mit dem Wetter, sondern auch mit dem Umsatz zufrieden. „Wir haben eigentlich alles bei uns, man muss nicht unbedingt woanders hin fahren zum Einkaufen“, erklärte Lederer, der GHD-Vorsitzende, der die Veranstaltung organisiert hatte. Einfach sensationell schön sei das Fest beim verkaufsoffenen Sonntag geworden, nicht zuletzt auch weil das Wetter diesmal mitgespielt hatte.

Die namensgebenden orangefarbenen Feldfrüchte waren beim Kürbisfest zwar auch vorhanden, stellten aber nur einen kleinen Teil des vielfältigen Angebotes dar. Manches hatte einen besonderen herbstlichen Bezug, anderes eigentlich überhaupt nicht. So gab es die landwirtschaftlichen Maschinen der Traktorfreunde zu bestaunen und ein großes Brunnenbohrgerät.

Spezialitäten vom Wild wurden ebenso gereicht wie frischer Fisch, Pfannkuchen, Wein, Süßigkeiten und natürlich auch eine Kürbissuppe. „Doch genau diese Vielfalt wollen die Leute“, erklärte Lederer das Konzept. Und das wurde bei milden Temperaturen am Sonntag sehr gut angenommen. Bereits zum Start des verkaufsoffenen Sonntags strömten die ersten Besucher durch die Gassen. Nach dem Mittagessen wurde es dann richtig voll zwischen den Ständen und in den Geschäften, die zum großen Teil auch in ihre Räume eingeladen und sich besondere Aktionen überlegt hatten.

Sehr zufrieden mit dem Zuspruch

Schönes und Praktisches war bei den Kunden gefragt.

Von der Idee begeistert und mit dem Zuspruch sehr zufrieden war auch Jürgen Herr vom Restaurant „Journal“. An seinem Stand durften auch Eltern und Großeltern noch einmal klein sein. Ursprünglich nur für die Kinder gedacht, verbreiteten die über offenem Feuer gegrillten Marshmallows einen herrlich süßen Geruch. Einige Meter weiter hatte auch Cornelia Gitter ihren Stand. Neben ihrer Brautmode ist sie zudem Ansprechpartner für Tupperware. Mit diesen Küchenutensilien ließen sich nicht nur Gerichte rund um den Kürbis zubereiten, sondern auch ordentlich einpacken. „Ich hatte heute so viele Gespräche mit Kunden wie schon lange nicht mehr“, war auch sie von der Veranstaltung überzeugt.

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Beim Schlendern zwischen Vordergasse, Hintergasse, über den Rathausplatz und sogar noch weiter konnte man bei allem Lob aber auch kritische Worte hören, jedoch nicht über die Veranstaltung selbst. „Und dann soll hier noch ein Einkaufszentrum entstehen?“, ist sich eine Gruppe von Frauen beim Betrachten der Schaufensterfronten nicht sicher, ob das überhaupt notwendig ist und den vielen Läden nicht sogar mehr schaden könnte. Von solchen ersten Themen überhaupt nicht belastet waren hingegen die Kinder, die bei Schäfer Markus Metzger staunend vor den Tierchen standen und teilweise lange überlegten, ob sie sich denn nun trauen sollten, die Schafe einmal zu streicheln.

Bilder der Veranstaltung

Kürbisfest in Rodgau

Erste Erfolge beim Zusammenrücken der Rodgauer Geschäftsleute und dem Öffnen über Stadtteilgrenzen hinweg zeigten sich auch daran, dass Ladenbesitzer aus anderen Stadtteilen im Jügesheimer Ortskern vertreten waren. So etwa auch Manuel Gries, der seinen Weinladen eigentlich in Dudenhofen hat. Bei ihm steht der Genuss im Vordergrund und der kennt keine Ortsgrenzen. Neben erlesenen Zigarren und hochwertigen Gewürzen bot er als Besonderheit diesmal den sogenannten schwarzen Sekt an. Die Mischung aus gleich zwei verschiedenen Traubensorten ist durch den hohen Fruchtanteil tatsächlich sehr dunkel, wenn man ihn in ein Glas einschenkt.

Neben der Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb der Stadt verfolgt der GHD aber auch das Ziel, Rodgau nach außen hin bekannter und attraktiver zu machen. Auch dabei waren die ersten Erfolge deutlich sichtbar: Einige Aussteller aus anderen Städten hatten sich um die Teilnahme am Fest beworben und auch eine Vielzahl an Besuchern strömte aus umliegenden Städten herbei.

pep

Quelle: op-online.de

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