Gute Resonanz auf Rodgauer Onlineumfrage

Ideen-Schub für die Hegelstraße

Der Einkaufsstandort Hegelstraße ist für alle Rodgauer aus allen Stadtteilen interessant. Jetzt soll er weiterentwickelt werden.
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Der Einkaufsstandort Hegelstraße ist für alle Rodgauer aus allen Stadtteilen interessant. Jetzt soll er weiterentwickelt werden.

Stimmen Angebot und Ladengröße? Wie sieht’s mit der Erreichbarkeit und Parkplätzen aus? Was ist mit Aufenthaltsqualität und Wohlfühlfaktor? Wo liegen die Stärken und Schwächen von Rodgau? Antworten auf diese Fragen hat eine Onlineumfrage zum Einkaufsstandort Hegelstraße mit Toom, Edeka, Rofu, Belmodi, Haufler und Schuh-Welt ergeben. Der Leiter der Stadtplanung, Peter Kämmerling, hat die Ergebnisse jetzt im Rathaus vorgestellt. Fazit: Die Mehrheit der 752 Teilnehmer lebt gerne in Rodgau. An der Stadt wird die Ausgewogenheit zwischen Grün und guter Erreichbarkeit/zentraler Lage geschätzt. Für den Standort Hegelstraße wünschen sich die Befragten zusätzlich zum Einzelhandel noch ärztliche und therapeutische Versorgung, mehr Grün und Gastronomie.

Dudenhofen - Insgesamt haben sich 752 Interessenten an der Befragung zum Quartier Hegelstraße beteiligt und Rodgau dabei ein überwiegend gutes Zeugnis ausgestellt. Die Befragung wurde im Zuge der Ausarbeitung des teilräumlichen Entwicklungskonzeptes für den Gewerbe- und Handelsstandort in Dudenhofen gemacht. Sie ist damit in den Gesamtprozess „Stadtumbau Dudenhofen“ eingebettet.

Eigentlich hätte auch diese Beteiligung der Stadtgesellschaft vor Ort und unmittelbar stattfinden sollen, aber Corona ließ dieses Format nicht zu. So konnten sich die Teilnehmer im Sommer online zu wichtigen Themenfeldern in Rodgau insgesamt und dem Standort Hegelstraße im Detail äußern.

Der Gesamtbezug zu Rodgau liegt aus Planersicht auf der Hand: Das Quartier Hegelstraße wird auch zukünftig eine gesamtstädtische Bedeutung haben. Das sahen wohl auch die Mitmacher an der Onlinebefragung so, denn neben 215 Menschen aus Dudenhofen haben sich 186 aus Jügesheim, 142 aus Nieder-Roden, 45 aus Hainhausen und 42 aus Weiskirchen beteiligt. 115 Personen verzichteten auf eine Stadtteilangabe und sieben gaben an, aus einem ganz anderen Ort zu kommen.

Mit der Umfrage erhalten die Planer eine Bewertung von vorhandenen Strukturen, einen Blick auf Handlungsfelder auf der gesamtstädtischen Ebene und Impulse für die Weiterentwicklung des Quartiers Hegelstraße. Denn das soll grundsätzlich umgebaut werden, wie Kämmerling sagte. Man sei bereits mit allen Grundbesitzern im Gespräch. Auch das Thema Wohnen werde nicht ausgespart. Ein erster Entwurf sei in Arbeit.

Die Rodgauer fühlen sich nach der Umfrage in ihrer Stadt wohl.. Das vielfältige Freizeitangebot und die Familienfreundlichkeit stehen bei den Befragten hoch im Kurs. Nicht zufrieden sind sie allerdings mit den vorhandenen Angebots- und Versorgungsstrukturen und etwa auch mit dem Angebot an Wohnraum und Bauland. Die Gestaltung der Zentren, mangelnde Aufenthaltsqualität, das Angebot an Gastronomie, Treffpunkten oder Ausgehmöglichkeiten und auch die Verkehrssituation nennen die Teilnehmer ebenso bei der Frage nach den Schwächen. Ein Planungsteam arbeitet die Ergebnisse der Befragung in ein städtebauliches Nutzungskonzept ein, das nach Abstimmung mit den Grundstückseigentümern und der lokalen Partnerschaft den Gremien zum Beschluss vorgelegt wird.

Dieses Konzept dient als Grundlage eines sich daran anschließenden Bauleitplanverfahrens, um den bestehenden Bebauungsplan zu überarbeiten und damit auch die baurechtlichen Grundlagen für einen Umbau des Quartiers zu schaffen.

Die Umfrage und deren Auswertung sind auf www.stadtumbau-rodgau.de nachzulesen.  (bp)

An der Hegelstraße geht es auch darum, Brachflächen wie diese zu aktivieren.

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