Subunternehmer im Visier

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Die Stadt lässt das Schloss an der Umzäunung der Kompostanlage tauschen. Es besteht der Verdacht, dass der Schlüssel Unbefugten weitergegeben wurde.

Rodgau (bp) - Nachdem der Schwindel mit illegal entsorgtem Grünschnitt auf der Kompostanlage Dudenhofen aufgeflogen ist, lässt die Stadt das Schloss am Eingangstor tauschen.

Stadt-Sprecherin Sabine Fischer kündigte an, es werde künftig genauer geprüft, wer für den Kompostplatz einen Schlüssel habe und wer nicht. Das gelte auch für die Berechtigungsscheine zur Grünschnittablagerung. Die Stadt gibt solche Scheine und die Schlüssel an Firmen weiter, die in städtischem Auftrag arbeiten.

Wie berichtet, war einem Landschaftsbeobachter im Oktober aufgefallen, dass der Fahrer eines Lkw mit Hänger außerhalb der Öffnungszeiten des Kompostplatzes dort ablädt. Auch dem Mühlheimer Unternehmen, das die Kompostanlage für die Stadt betreibt, waren die Unmengen Grünschnitt nicht geheuer. Ingesamt fielen über 100 Kubikmeter mehr an als sonst zu dieser Zeit. Die Stadt vermutet, dass die Abfälle von der Baustelle auf der B 45 stammen. Eigentlich kostet die Entsorgung in Rodgau zehn Euro pro Kubik.

Auf der B 45 lässt „ Hessen Mobil “ (die frühere hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung) seit Wochen Leitplanken und Wildwuchs im Mittelstreifen entfernen. „Hessen Mobil“ müht sich, den Fall aufzuklären. Noch sei fraglich, ob die 100 Kubikmeter Grünschnitt tatsächlich von der B 45-Baustelle kommen, sagte gestern ein Sprecher von „Hessen Mobil“. Von einem Subunternehmer, der sich um die Grünabfälle kümmern sollte, seien Entsorgungsnachweise eingefordert worden. Gestern lagen diese noch nicht vor. Wer ist der Schuldige? Alles ist derzeit noch offen.

Quelle: op-online.de

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