Für immer gute Freunde

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Die Nieuwpoorter Stadträtin Greet Ardies Vyncke (links) und Erste Stadträtin Hildegard Ripper (rechts) unterzeichneten die Verschwisterungsurkunden. Mit auf dem Bild: die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereinigung Karlheinz Berndt (Zweiter von links) und sein belgischer Kollege Gracian Rommens (in Vertretung für Ronny Blomme). Die Rückverschwisterung wird im kommenden Jahr in Nieuwpoort stattfinden.

Dudenhofen (as) ‐ Freundschaft überdauert die Zeit. Seit 35 Jahren besteht die Partnerschaftsvereinigung Dudenhofen-Nieuwpoort. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, fanden sich knapp 200 Gäste zur akademischen Feier ins Bürgerhaus ein. Einen Tag zuvor waren rund 50 Freunde aus Nieuwpoort angereist und größtenteils privat untergekommen.

Die freundschaftlichen Bande sind stark zwischen den Partnerstädten. Das zu betonen, war einhelliger Tenor vieler Redebeiträge der deutschen und belgischen Repräsentanten. Als Höhepunkt der Veranstaltung unterzeichneten die Nieuwpoorter Stadträtin Greet Ardies Vyncke und Erste Stadträtin Hildegard Ripper die „Verschwisterungsurkunde“, um die bestehenden engen Bande auch symbolisch zum Ausdruck zu bringen. Erstmalig wurde auch der „Teppich der Freundschaft“ präsentiert.

„Es ist immer ein Festtag, wenn man mit guten Freunden zusammen sein kann“, formulierte der Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung, Karlheinz Berndt. Er sprach von einer „Energie der Freundschaft“, einer ganz besonderen Partnerschaft, die in zahlreichen Begegnungen vieler Menschen stets aufs Neue mit Leben erfüllt wird.

Aus einer „anfänglichen Romanze“, wie Greet Ardies Vyncke es bezeichnete, konnte sich eine feste Beziehung entwickeln, bei der sich beide Partner gegenseitig kennen und schätzen lernten und bei der auch die sprachliche Verständigung niemals ein Hindernis darstellte.

Von den rund 40 Städtepartnerschaften im Kreis Offenbach, wie Landrat Oliver Quilling betonte, sei die zwischen Dudenhofen und Nieuwpoort eine der ältesten und sehr intensiv gepflegten. Diese gelebte Freundschaft finde nicht nur auf dem Papier statt, sondern werde mit zahlreichen Besuchen und Gegenbesuchen, kulturellem und sportlichem Austausch, insbesondere auch der Jugend, Jahr für Jahr aktiv in die Tat umgesetzt.

„35 Jahre Verbroedering – 35 Jahre Partnerschaftsvereinigung“. Die zwischenmenschliche Nähe der Partnerstädte wurde innerhalb der Feierlichkeit auch optisch in den Vordergrund gestellt, mit vielen deutsch-belgischen Fähnchen, die die Bühne schmückten. Und natürlich mit Musik. Das Blasorchester des TSV, der Gesangverein Germania sowie der Männerchor untermalten das Programm mit Beiträgen, bei denen sie neben den Nationalhymnen beider Länder unter anderem auch die Europahymne erklingen ließen.

Der Europagedanke war es schließlich auch, den die Redner in den Vordergrund stellten. „Wir setzen das Vereinigte Europa in die Praxis um und sind sehr stolz darauf“, sagte Greet Ardies Vyncke. „Völkerverständigung“, „Interkulturalität“ und die „Überwindung von Grenzen“ waren Schlüsselworte.

„Mit unseren Begegnungen bauen wir Brücken in Richtung Europa“, formulierte es Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul. „Wenn wir uns heute nicht nur als Deutscher und als Belgier, sondern als Europäer fühlen, ist dies das Ergebnis einer gelebten Städtepartnerschaft“, resümierte Ortsvorsteher Karl-Heinz Kühnle.

Zweiter Höhepunkt der akademischen Feier war der in Dudenhofen erstmals der Öffentlichkeit präsentierte „Teppich der Freundschaft“, der von 20 Frauen aus Dudenhofen und Nieuwpoort mit Motiven aus beiden Städten kunstvoll bestickt worden war. Dorothea Keiper-Balzer hatte die Idee dazu, Irene Resch sorgte für die Umsetzung des 6,70 Meter langen und 50 Zentimeter breiten Teppichs. Auch die übrigen Rodgauer Stadtteile und deren Partnerstädte sind dazu eingeladen, dieses symbolträchtige „Freundschaftsband“ zu erweitern und fortzuführen.

Die belgischen und deutschen Freunde feierten ihr Zusammensein ausgiebig und beteiligten sich darüber hinaus am Jubiläum des Musikvereins. So boten sie an einem eigenen Stand Ni euw poor ter Fischspezialitäten an. Auch beim Festzug waren die „kleinen Riesen“ – ein Wahrzeichen Ni euw poorts – dabei und wurden durch die Straßen getragen.

Quelle: op-online.de

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