Indianer trommeln am Reiterhof

Jügesheim - (eh) Ein Fest der Indianertänze soll im Sommer am Reiterhof David über die Bühne gehen. Roland Pöschel aus Jügesheim veranstaltet das „Powwow“ als Benefizaktion für die Eltern-Kind-Initiative „Die kleinen Strolche“.

Auf die Idee mit den Indianern kam Pöschel durch einen Bekannten, nachdem er eigentlich einen Mittelalter-Markt oder Ritterspiele veranstalten wollte. Ein mehrtägiges Ereignis sollte es auf jeden Fall sein. Ein Zufall führte den Initiator auch zu den „kleinen Strolchen“, als er beim Vorstand des Jagd- und Reitvereins nicht auf die erwartete Begeisterung stieß. Etliche Sponsoren hatten ihre Mitwirkung davon abhängig gemacht, dass ein finanzieller Überschuss einem gemeinnützigen Zweck zufließt.

Am 15. und 16. August ist kulturelle Tradition der Indianer Nordamerikas live am Davidhof zu erleben. „Das ist keine Karnevalsveranstaltung und kein Zirkus, sondern ein original amerikanisches Powwow, also eine Tanzveranstaltung mit einem Wettbewerb“, erklärt Roland Pöschel. Dabei werden verschiedene Tänze vorgeführt und von einer Jury nach Darstellung und Kostümen bewertet. Die Sieger erhalten Pokale.

Für Besucher gibt es viel zu erleben, wie der Veranstalter ankündigt. Auf dem Programm stehen Reitershows, die zeigen, wie Naturvölker mit ihren Pferden umgegangen sind, eine Trommelgruppe mit Indianern aus Tucson (Arizona), zwei Tänzer aus Mexiko und „indianische“ Bastelangebote für Kinder.

Indianer-Fans mit ihren Tipis können bereits eine Woche vorher anreisen. Die kleine Zeltstadt verspricht echte Prärie-Atmosphäre, doch die Tipis stehen nicht zur Besichtigung offen. Roland Pöschel wirbt um Verständnis: „Besucher würden ja praktisch im Wohnzimmer stehen.“

Für sein Fest der Indianertänze hat sich der Jügesheimer erfahrene Unterstützung gesichert. Jackie Fischer vom Verein „Powwow-Freunde“ in Asbach (Westerwald) kümmert sich um die Organisation des Tanzwettbewerbs und um die Gäste aus den USA. Das große Zugpferd sei die Trommelgruppe „Pumpkin Vyne“ aus Arizona, die auch in Europa einen ausgezeichneten Ruf genieße.

Während Roland Pöschel mit 80 bis 100 Teilnehmern rechnet, will sich Jackie Fischer nicht festlegen: „Das ist wie bei einem Reitturnier, wer sich meldet, meldet sich. Ich schätze, dass wir mindestens sechs bis acht Tipis, 30 bis 50 Tänzer und drei bis sechs Trommelgruppen haben werden.“ Bei gutem Wetter sei mit 2 000 bis 3 000 Besuchern zu rechnen: „Es gibt nur alle paar Jahre ein Event wie dieses, wo auch Gäste extra aus den Staaten eingeflogen werden und auch die Öffentlichkeit zugelassen ist.“

Seit etwa fünf Wochen liegt die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde vor, wie Roland Pöschel berichtet. Nun sucht er Helfer für die zweitägige Großveranstaltung. Klar, dass auch die „kleinen Strolche“ anpacken. Besonders freut sich der Powwow-Mann Pöschel über das Entgegenkommen aus dem Reiterhof: „Die Familie David ist sehr engagiert.

Quelle: op-online.de

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