Isabel I. und Phillipp III. regieren in Rodgau

Bereit fürs erste Helau

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Helau und Alaaf! Das Jugendprinzenpaar (Mitte, sitzend) - hier im Kreis seiner Familien - läuft sich langsam warm.

Rodgau - Ein Prinzenpaar kommt selten allein. Schon gar nicht in Rodgau. Hier stellt die TGS Jügesheim dem erwachsenen Prinzenpaar traditionell ein närrisches Herrscherpaar für die Jugend zur Seite. Die Wahl fiel diesmal auf Isabel I. (Scherer) und Phillipp III. (Jansen).

Wenn man so will, ist das ein Jugendprinzenpaar mit Anlauf. Das gilt zumindest für die Familie des Prinzen. Denn die stammt aus Wolfenbüttel im Norden, und dort ist Fastnacht ein Fremdwort. „Wir haben uns Jahr für Jahr ein bisschen mehr rangetastet“, beschreiben die Prinzeneltern Sylke und Carsten Jansen ihre ersten fastnachtlichen Gehversuche. Zu denen hat der Sohnemann als TGS-Jugendelfer und Mitglied der Sketch-Gruppe „Zickzack“ kräftig beigetragen. Das Ergebnis - eine mächtig stolze Fastnachterfamilie - spricht wiederum für die Begeisterungsfähigkeit des Prinzen. Und das ist bekanntlich eine Schlüsselqualifikation in der Kampagne. Da kann wohl nichts mehr schief gehen!

Prinz Phillipp III. hat seine Familie also an die Rodgauer Narretei herangeführt. Das war bei der Prinzessin erst gar nicht nötig, denn sie ist ein Giesemer Fastnachtsgewächs in zweiter Generation. Zwar war Papa Michael Scherer von Haus aus keine närrische Frohnatur. „Nachdem ich meine Frau kennen gelernt und hier her gezogen war, hat sich das aber gründlich geändert“, erinnert sich der Prinzessinnenvater. Kein Wunder: Pia Scherer ist eine echte Fastnachtsnase, die schon als Kind dabei war. Kindergarde, Gugisheimer, Tanzgruppe waren Sprossen auf der närrischen Karriereleiter. „Nur einen Vortrag auf der Bühne habe ich noch nicht gemacht.“

Von Kindesbeinen an närrisch

Das überlässt sie nun ihrer Tochter, Prinzessin Isabel I. Auch die ist von Kindesbeinen an närrisch. Bereits im Kinderwagen rollte sie beim Giesemer Fastnachtszug am Rande mit. Als Vierjährige war sie Mitglied der „Minkas“, danach machte sie die „Rodgau Hippers“ und die Garde unsicher. Auch als Page kennen die Rodgauer sie schon. „Und jetzt bin ich Prinzessin“, sagt die 13-Jährige und strahlt überglücklich. Nicht nur tänzerisch, sondern auch musikalisch bereichert das Prinzenpaar die örtliche Fastnacht. Beide spielen im TGS-Orchester „Prösterchen“. Sie Alt-Saxophon und er die Posaune. „Prösterchen“ ist die Nachwuchsgruppe des TGS-Orchesters „Prost“ („Prinzliches Orchester Staatsbesuche“).

Das närrische Herrscherpaar hatte schon vorm Kampagnenauftakt eine spannende Zeit, schließlich waren die Beiden ja Geheimnisträger. Freundinnen und Freunde die etwas ahnten, ließen nicht locker. Doch Isabel und Phillipp hielten dicht. So war’s tatsächlich eine Überraschung, als die Zwei ihren ersten Auftritt - verpackt in einen Sketch - meisterten. „Die Leute waren echt verblüfft.“ Jetzt wartet auf den Narrennachwuchs ein ordentliches Pensum. 14 Termine - inklusive zweier eigener Jugendsitzungen - müssen absolviert werden. Klar, dass die Eltern mitziehen müssen. Allein wegen der vielen Fahrdienste. „Die Hälfte vom Jahresurlaub ist weg“, sagt Prinzessinnenpapa Michael Scherer und lächelt. Denn das Opfer ist in diesem Fall keins. Prinzenpaareltern wissen: Wer närrisch sein will, muss leiden.

bp

Quelle: op-online.de

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