Eichenprozessionsspinner hat erneut Bäume befallen 

Jetzt krabbeln sie wieder

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„Gesperrt! Bitte Vorsicht“ heißt es auf dem gelben Warnschild, das Peter Wunderlich an einer Eiche vor dem Jügesheimer Hundeplatz festnagelt. Nach einem Hinweis des Vereins für Deutsche Schäferhunde musste der komplette Parkplatz gesperrt werden. Die Warnung ist ernst gemeint.

Rodgau - (eh) Der Eichenprozessionsspinner ist wieder da. Auffällige gelbe Schilder und rot-weißes Absperrband warnen vor befallenen Bäumen. „So schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie“, berichtet eine Mitarbeiterin der Stadtwerke Rodgau: „Andere Kommunen haben das gleiche Problem.“

Mit den Raupen ist nicht zu spaßen. Ihre giftigen Brennhaare lösen allergische Hautreaktionen aus. „Das brennt und juckt eine Woche lang“, berichtet Peter Wunderlich vom Bauhof, der mit seinen Kollegen die Eichenbestände nach Raupenbefall abgesucht hat. Am Dienstag nach Pfingsten beginnt die Beseitigung der Raupen und ihrer Nester. Die Stadtwerke haben sich einen Termin bei einem Schädlingsbekämpfer gesichert. Harald Schuster aus Dudenhofen hatte 2008 mehr als 100 Nester in Rodgau und Dietzenbach beseitigt.

Kinder aus Nieder-Roden klagten letztes Jahr über unangenehme Hautausschläge, nachdem sie an der Kastanienallee die Raupen des Eichenprozessionsspinners geärgert hatten.

Erleichtert reagierte Heike Frey von der SPD Dudenhofen auf die Nachricht, dass ihr Italienischer Abend an der Gänsbrüh nicht betroffen ist. Auch die Veranstalter der anderen Waldfeste können aufatmen: Nach Einschätzung der Stadtwerke besteht keine Gefahr - vorausgesetzt, die Absperrungen werden beachtet. An der Waldfreizeitanlage Weiskirchen seien zwei Eichen befallen, an der Gänsbrüh eine - je im Bereich der Spielplätze. Eltern sollten also auf ihre Kinder aufpassen.

Besonders stark betroffen ist die Waldfreizeitanlage Jügesheim. Der große Eichenbestand sei massiv befallen. An der Kreisquerverbindung K 174 Richtung Dietzenbach sei der gesamte vordere Wald befallen. Vorsicht ist auch geboten am Spielplatz Finkenweg in der Rodau-Aue zwischen Jügesheim und Hainhausen und am Schäferhundeverein Jügesheim.

Quelle: op-online.de

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