Jubeljahr närrisch begonnen

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Immer für ein einfallsreiches Kostüm zu haben: die Hainhäuser Narrenschar hier zwei Römer.

Hainhausen (pul) ‐ Wer bei der Fassenacht der Turngemeinde Hainhausen erst zum letzten Programmpunkt in den Saal kam, der erlebte zwar mit den gestandenen Mannsbildern der „Heckesascher“ ein phänomenales Männerballett, verpasste aber zuvor vier Stunden Tanz, Witz und Unterhaltung.

Unter dem Motto „Handkäs, Musik, Ritzamba – Die TGH feiert 125 Jahr“ tauchten die Narren des Traditionsvereins ihre Halle ganz in die hessischen Landesfarben Rot und Weiß. Lange vor dem Männerballett hatten die jungen Frauen der Formation „Delicious“ für die erste Rakete des Abends gesorgt. Mit Ausschnitten aus dem Musical „Grease“ ließ die junge Generation die Vorbilder der 80-er Tanzszene Olivia Newton-John und John Travolta aufleben.

Weniger Tanz, dafür viel mehr Akrobatik zeigten die jungen Mädels der Formation „Girlz“, die zum zweiten Mal auf der TGH-Bühne dabei waren und ihr tolles Programm ganz ohne Unterstützung durch Trainer einstudieren.

Grazil und ein Augenschmaus waren die Bewegungen der Gruppe „Sibah Rujan“, die zu dem Song der Fußball-WM „Waka Waka“ einen kräftigen Schwung aus 1001 Nacht nach Hainhausen brachten. Bauchtänzerisch erinnerten sie an das Fußball-Spektakel in Afrika und blickten nach vorne zur Frauen-WM. Der Fußball rollte auch beim Auftritt des Sitzungspräsidenten Torsten Rudolph im Trikot von Eintracht Frankfurt sowie Alt- und Neupräsident Günther Werner als OFC-Anhänger, die sich gemäß der ewigen Rivalität duellierten. Als „Donner und Doria“ gehören sie zum TG-Programm, wie die Protokoller „Sandmann Ost“ und „Sandmann West“ alias Alfred Röder und Helmut Simon oder das „Hahäuser Prinzenpaar“ Helene Wollnik und Christa Röder.

Weißbier zum klassischen Äppler

Waschechte TGHler, bekannt aus dem Frauen-Kreppel-Kaffee, haben sie schon lange ihr Herz an die Fastnacht verloren und fragten sich: „Was will ich im Kurs Bauch, Beine, Po, wenn ich schon genug davon habe?“ Ein weiteres Duo in der Bütt und immer wieder für einen Gag gut: Norbert Möller und Heinz Stille im Zwiegespräch der Großväter. Mit Kinderwagen auf der Bühne, versprachen sie jedem den Nobelpreis, der eine geruchsfreie Windel erfindet.

Mit schwungvollen Tänzen läuteten die Fassenachter der Turngemeinde das Jubiläumsjahr ein.  Fotos: .

Weniger etwas für die Nase, mehr für das Auge die Dirndl der Formationen „Gassehoppser & Heckesascher“. Zu den Klängen der „Runkelreuweroppmaschin“ schossen sie dem hessischen Äppler einen gehörigen Schluck bayerisches Weißbier zu.

Zurück in Hessen übernahm der Ex-Sitzungspräsident und „Durrehäiwer“ Jens Wintterlin das Mikrofon und brachte den Hainhäusern die ersten hessischen Urlaute bei. Wieder etwas gelernt im EHF, dem von Sascha Pokolewski und Onnik Keresteciyan initiierten Ersten Hainhäuser Fernsehen. Weitere Unterrichtsstunden im Mitsingen und Lachen gab es durch die Bardenklänge des Trios „Ha-Wei“. Die Urgesteine Günther Werner, Torsten Rudolph und Günther Feltes packten das 125-jährige Vereinsjubiläum verbal in die Pop-Hits der 70-er und 80-er Jahre. Und für die „Gassehoppser“und ihrem Show-Tanz als Football-Spieler, für die „Giesemer-Trottwa-Lersche“ und für den Hahäuser aus Bieber, Andreas Kraus, hielt der Saal am Ende des gelungenen Abends noch ein kräftiges „Hahause – Hellau“ bereit.

Quelle: op-online.de

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