Ab Herbst im Fernsehen

Nachwuchsschauspielerin Sofie Pekár ist ein Tausendsassa

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Im Mädchenzimmer: Sofie Pekár in der Jügesheimer Wohnung der Mutter.

Sofie Pekár ist ein quirliger, bildhübscher Teenager. Interessiert an allem, was mit Kunst zu tun hat, einfallsreich, wenn es um die Umwelt geht und engagiert für Klimaschutz und eine sichere Zukunft. 

Jügesheim – Die 16-Jährige hat gerade ihre mittlere Reife an der der Geschwister-Scholl-Schule in Hainhausen hinter sich gebracht und will an der August-Bebel-Schule in Offenbach die Fachhochschulreife erwerben. Kunst und Mediendesign sollen ihre Schwerpunkte sein.

Als Schulsprecherin und unterhaltsame Moderatorin diverser Schulkonzerte und Kulturabende hat sie schon bewiesen, dass sie große Auftritte nicht scheut. Dabei waren Freundin Lilly Schönherr und sie so amüsant und überzeugend, dass der Schulleiter von Besuchern gefragt worden war, wo er die beiden denn gebucht habe.

Öffentliche Auftritte, die andere einschüchtern oder gar ganz verstummen lassen, machen der Schülerin keine Angst. Ganz im Gegenteil: Sie sucht sie regelrecht. Denn seit dem zwölften Lebensjahr ist für Sofie klar, dass sie sich als Schauspielerin ausprobieren will.

„Das sah so cool aus“

Deswegen nimmt sie seit gut drei Jahren Unterricht an einer Schule in Darmstadt. Als sie schließlich ihren ersten Auftritt als Komparsin in einem Kurzfilm hatte, fand sie das „supertoll“. Sie saß in der Maske und wurde zurechtgemacht, da war es um sie geschehen. „Das sah so cool aus“, sagt der Teenager.

Im September hat die „Wolf-Gäng“ Kinostart und Sofie Pekár ist dort mit einem Mini-Text mit von der Partie: Für ihre 70-Sekunden-Rolle wurde zwei bis drei Stunden in Alsfeld gedreht. „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe, dabei zu sein“, erzählt sie.

Doch der Knüller kommt noch: Im Herbst wird der Teenager mit ungarischen Wurzeln in einer Hauptrolle in einer TV-Serie zu sehen sein. Mehr darf aber noch nicht verraten werden.

Bucheinband gestaltet

Als wäre das nicht alles schon genug für das Leben einer Jugendlichen, hat die 16-Jährige auch schon einen Bucheinband gestaltet und weitere Illustrationen angefertigt, weil sie für ihr Leben gern malt. Damit ist sie beim nächsten Hobby: fair gehandelte Kleidung. Das Prinzip, dass alle Beteiligten vernünftig bezahlt werden, möchte das Mädchen gerne unterstützen. „Das liegt mir am Herzen.“

Allerdings sind ihr die angebotenen Klamotten einfach „viel zu langweilig“. Deswegen bestellt die Schülerin Turnschuhe und Jeansjacke, die sie dann kurzer Hand mit Textilfarben bemalt. Daraus soll ein kleiner Handel entstehen. Mit einem Teil des Erlöses soll wiederum eine Naturschutzorganisation unterstützt werden, die sich fürs Überleben der Bienen engagiert.

Mit dieser Überzeugung war es für Sofie kein allzu weiter Weg, sich der Friday-for-Future-Bewegung anzuschließen. Mit ihrem selbst gemalten Schild „Save the Bees“ hat sie auf dem Frankfurter Römerberg vor etwa 7 000 Leuten gesprochen. Das war auch für sie eine große Sache. Ach ja: Einen eigenen Blog betreibt die Jung-Schauspielerin freilich auch noch nebenbei. Darauf will die Schülerin vorwiegend Positives vermitteln. Die Welt ist schließlich hart genug.

Simone Weil

Sofies Blog im Internet

pikstagram.com/philosofiert

Quelle: op-online.de

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