Grundsatzbeschluss vom Stadtparlament

Jügesheim soll Zentrum werden

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Jügesheim - Die Jügesheimer Ortsmitte soll sich zum „wettbewerbsfähigen, attraktiven Stadtzentrum von Rodgau“ entwickeln. Diesen Grundsatzbeschluss hat das Stadtparlament gefasst.

Das Ziel ist ein Umbau des Ortszentrums zwischen Kirche und TGS-Halle. Dort soll ein „Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum für ganz Rodgau“ entstehen, wie Bürgermeister Jürgen Hoffmann in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung formulierte. Er sieht darin den „Kernpunkt der Strategie zur Weiterentwicklung des Einzelhandels in Rodgau“. Zwei Fachausschüsse sollen sich nun mit den Konzepten von vier Projektentwicklern und Investoren auseinander setzen. Danach entscheidet die Stadtverordnetenversammlung, wie es weitergeht.

Für den Grundsatzbeschluss stimmte außer der Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern auch ein Teil der Fraktion „Zusammen mit Bürgern“. „Auch die CDU Wünscht sich ein gutes Angebot für die Kunden“, betonte Herbert Massoth für seine Fraktion. Es sei unbestritten, dass Rodgau bei der Gewerbeentwicklung hinterherhinke. Dennoch lehne die Union den Grundsatzbeschluss ab, weil wesentliche Fragen noch offen seien, unter anderem Verkehrsführung, Parkplätze und die Einbettung des Projekts in die gesamte Stadtentwicklung. Die Entscheidung sei voreilig, da Bürgermeister Hoffmann nach eigenen Angaben an einem Masterplan für die Stadtentwicklung arbeite. Massoth: „Wieso warten wir dann nicht ab, bis der erste Schritt fertig ist, damit wir über den zweiten und dritten reden können?“

Die Festlegung auf einen der vier Projektentwickler sei lediglich für den Bürgermeister sinnvoll: „Das ist nur ein Versuch, uns mit ins Boot zu nehmen, um nicht allein zu sein, wenn es schiefgeht.“ „Der Grundsatzbeschluss hindert das Parlament nicht, sich am Planungsprozess zu beteiligen“, entgegnete Hoffmann: „Es macht überhaupt keinen Sinn, irgend jemandem etwas überzustülpen.“ Zudem sei es selbstverständlich, bei der Planung auch Verkehrsfragen zu betrachten. Stadtverordnete der Kooperation meldeten sich in der kurzen Diskussion nicht zu Wort.

eh

Quelle: op-online.de

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