Die große Show der Knallwaden

Wettbewerb ums knackigste Männerballett

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Sieger aus der Wetterau: Für ihre Afrika-Show erkannte die JSK-Jury den „Daumer Buwe“ den Wanderpokal zu.

Jügesheim -  In Dauernheim bei Friedberg wird in den nächsten zwölf Monaten der Jügesheimer Wanderpokal für die besten männlichen Fastnachtstänzer stehen.

Unter dem Jubel des Publikums in der JSK-Halle an der Weiskircher Straße legten die „Daumer Buwe“ am Samstagabend den besten unter sieben Auftritten hin. Das Urteil der sechsköpfigen Jury fiel nach gut drei Stunden Show eindeutig aus. Lokalmatadore gab es diesmal nicht zu feiern. Heimische Farben vertraten zwei weiblich besetzte Formationen: Die Habaneros aus Nieder-Roden und Cupiditas vom JSK tanzten außer Konkurrenz und gaben zum Start und in der Pause Schwung. Prominent besetzt hatte der JSK wiederum sein Preisgericht: Neben SPD-Fraktionschef Ralf Kunert und Ex-Prinzessin Angie Schneider hatten mit dem mehrfachen Gardetanz-Europameister Luca Einloft, Ilka Kolbeck (Footloose) und Carmen Hösbacher (Marionetten) berufene Tanzexperten und mit Christoph Sattler auch ein Styling-Spezialist und Choreograf Platz genommen.

Verletzungsbedingt fehlten die Titelverteidiger. Dafür durften die „Smoking Flamingos“ aus Harreshausen diesmal die Reihenfolge auf der Bühne auslosen. Mit ihrer Afrika-Show frei nach König der Löwen überzeugte die Truppe vom KC Dauernheim gleich in vier Kategorien. Erstmals gab es beim JSK-Contest für Akrobatik, Präzision, Kostüme und Hintergrund-Story doppelte Punktzahl. In der Kategorie Akrobatik räumten die „Königlichen“ zusätzlich zum Gesamtsieg den Sonderpokal ab.

Bei den Zuschauern kamen dem gegenüber die Neulinge aus der Nachbarschaft am besten an: Bei ihrem ersten Wettbewerb heimsten die „Babbscher“ von den Rodaupiraten aus Obertshausen den lautesten Applaus und damit den Publikumspreis ein. Gefallen hatte die Truppe mit Spaßkämpfen im Boxring mit Stars von einst und jetzt. Dafür gab es außerdem den Pokal für die beste Idee und Choreografie.

Bilder: Männerballett in Jügesheim

Ganz besonders sexy fanden die Juroren diesmal die „Hoschebäuch“ (Hosenbäuche) vom KV Sprendlingen. Im vergangenen Jahr mit dem Kreativ-Preis belohnt, waren die Herren diesmal als „Goldene Götter“ für den Sonderpokal als „Heiße Feger“ gut. Auch die Vorjahresbesten in der Kategorie Athletik traten diesmal wieder an: Den „Letzten Mohikaner“ fesselten die roten Krieger vom TGS-Männerballett aus Seligenstadt an den Marterpfahl, gewannen mit ihren Kriegstänzen die Kategorie „Smiling Faces“ und nahmen den Pokal für den professionellsten Auftritt mit.

Ebenfalls aus Seligenstadt waren die „Plattgedappte Ausschmeißgudsjer“ angereist. Dafür bekannt, immer in Frauenkleidern aufzutreten, erschien die Wagenbauer-Mannschaft diesmal als „scheinheilige“ Nonnen und mutierten, frei nach Sister Act, zur rasanten Chorus-Line im pinken Glitzerfummel. Der lustigste Auftritt, urteilten die Juroren. Die Schönsten Kostüme führte aus ihrer Sicht die „Woogsperlen“ von der TSG Darmstadt vor. Fünf gewichtige „Damen“ im roten Party-Dress, atemlos im Ballermann, umschwärmten den Hahn im Korb. Die Spitzenpunktzahl für Synchrontanz ging nach Zellhausen: Das Männerballett des Gesangvereins Liederkranz nahm das Publikum mit in „Barbies Welt“, in der selbstredend auch Ken sein Plätzchen fand. (zrk)

Männerballett-Wettbewerb der JSK-Fastnachter: Bilder

Quelle: op-online.de

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