Jugend erobert die Herzen der Narren

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111 Mitwirkende auf und hinter der Bühne: Die TGS-Karnevalisten müssen sich um ihren Nachwuchs nicht sorgen.

Jügesheim (pul)  ‐ Tänze, Musik und flotte Sprüche sind das Salz in der Giesemer Narrensuppe. In der Jugendsitzung der Jügesheimer Turngesellen bestand das Jugendprinzenpaar Prinzessin Kim Annika I. und Clemens I. die Feuertaufe auf dem Fassenachts-Thron.

Die gleiche Hürde, nämlich eine reibungslose Premiere vor voll besetzter Halle aufs Parkett zu zaubern, gelang der neu formierten Gruppe „Zickzack“. Selbstbewusst erzählten und besangen Johannes Schüler, Dennis Wehrle, Philipp Jannsen und Marvin Kühne ihre ersten Erfahrungen mit der Fastnacht und der Mädchenwelt.

Das gleiche Problem, Mädchen zu führen, hatte Lukas Wehrle. Allerdings als galant auftretender junger Mann beim ersten Tanzkurs. Nach gefühlten 35 Tänzen und manch unfreiwilligem Fußtritt sind Schienbeinschoner für ihn ein absolutes Muss.

Mottogerecht (Las Vegas) tanzten sich die Kleinsten, die „Minkas“, als Billardtische verkleidet in die Herzen der Narren. Wie allgemein die flotten Tanzeinlagen in der glitzernden Wüstenstadt am Ostring zu den Höhepunkten der Jugendsitzung zählten. Ganz vorne zu nennen Anna Eser, das akrobatische Sternchen am Giesemer Fastnachtshimmel, Elisabeth Merz mit selbst choreografiertem Stepptanz, die „Rodau Hippers“ mit einem klassischen Charleston, die „Crazy Chickens“ zu den Klängen eines Lady-Gaga-Potpourri und nicht zu vergessen, der begeisternde Auftritt der Kindergarde.

Nicht nur tänzerisch überzeugte der TGS-Nachwuchs. Die Jungkarnevalisten sind auch nicht auf den Mund gefallen: ob Ankea Metzker, die keine Märchen mehr mag und so schnell keinen Frosch mehr küsst, ob Büttennachwuchs Max Eser, der mit seinen Schulerlebnissen in die Fußstapfen seines Vaters tritt oder die Sketchgruppe „Kraut und Roiwe“ (Inga Kern, Christoph Bruder, Fabiano Uslenghi, Elena Smoydzin), die in fast schon kabarettistischer Manier über Rodgaus Altpapierproblem lästerte.

Da blieb für den souveränen Jugendpräsidenten Louis Brehler noch genug Raum, den Ausflug der „Jung-Gugisheimer“ nach Las Vegas anzukündigen. In der Spielerstadt das Geld verzockt, rückten die Jungs und Mädels im Sinne der Freundschaft eng zusammen. In ihrer Gesangsshow erinnerten sie unter anderem an Elvis Presley und Michael Jackson.

Das Jugendblasorchester von Johannes Busch und die „Jung-Guggemusik“ sorgten während des zweieinhalbstündigen Programms für viel Schwung. Die zweite Jugendsitzung ist am 7. Februar.

Quelle: op-online.de

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