Junge Hündin nach Odyssee daheim

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Glücklich hält Klaus Sickenberger seine Hündin im Arm.

Rodgau - (eh) Eine junge Schäferhündin hat zwei Tage lang zahlreiche Polizisten auf Trab gehalten und ihrem Besitzer schlaflose Nächte beschert. Nach einer aufregenden Suchaktion konnte Klaus Sickenberger am Mittwochnachmittag seine „Dona“ wieder in die Arme schließen.

Klaus Sickenberger war am Montag im Wald zwischen Rodgau und Dietzenbach beim „Holzmachen“ gewesen, als sich das sechs Monate junge Tier losriss. „Da sind zwei Reiter vorbeigedüst, als wären sie im Wettkampf“,berichtet der Hundehalter. Gemeinsam mit Tochter und Schwiegersohn suchte er das Waldstück ab - erfolglos. Dann ging er zur Polizei.

Am nächsten Morgen gegen 5.30 Uhr kam ein Anruf der Autobahnpolizei, die auch für die Bundesstraße 45 zuständig ist: „Ihr Hund ist gesichtet worden.“Eine Viertelstunde später war Sickenberger vor Ort - doch das Tier war weg. Das gleiche Spiel wiederholte sich, als eine Frau den Schäferhund im Graben an der B 45 bei Weiskirchen entdeckte. Nach weiteren Suchaktionen richtete sich der Hundebesitzer an der Autobahnraststätte ein, um näher am Geschehen zu sein. Schließlich alarmierte ihn der Verkehrsfunk: „Hund auf der B 45.“

Drei Streifenwagen eilten zum Wasserturm, doch ihr Anblick war der kleinen Hündin nicht ganz geheuer. Sie büxte aus und lief ins Wäldchen am Wallersee. Ihr Herrchen und die Polizisten verfolgten sie nach Weiskirchen, wo sie sich an der Hauptstraße in einem Garten verkroch.

Da konnten auch die hundeerfahrenen Beamten nichts ausrichten. „Mein Hund reagiert nur auf mich und die Familie“,weiß Klaus Sickenberger, „der lässt sich nicht anlocken, füttern oder überlisten.“ Selbst ihm gegenüber zeigte sich die Hündin zunächst sehr misstrauisch. Sie ließ sich Zeit, bevor sie vorsichtig näher kam. Erst als sie sich zweimal überzeugt hatte, sprang „Dona“ ihrem Herrchen in die Arme. Klaus Sickenberger hat viel Erfahrung mit Hunden. Er war 24 Jahre im Schäferhundeverein und hat auch Boxer oder Rottweiler ausgebildet. „Dona“ hatte er von seiner Tochter zum 50. Geburtstag bekommen.

Mit Sorge denkt Sickenberger daran, dass die junge Schäferhündin mehrmals die viel befahrene Bundesstraße überquert hat: „Was hätte da alles passieren können!“

Quelle: op-online.de

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