Wieder richtig was los

Junge Unternehmen organisieren Veranstaltungen

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Auch Auf- und Abbau gehört dazu. Die beiden Gesellschafter Patrick Wieck (Mitte) und Robin Zielbauer (rechts) waren mit ihrem tatkräftigen Unterstützer Felix Göddemeier am Morgen nach dem Festival als Erste wieder zum Aufräumen da.

Dudenhofen - Wummernde Bässe, knapp 50.000 Watt feinste elektronische Musik, mehrere DJs und gute Unterhaltung: Mit ihrer Veranstaltung „Flora & Fauna“ verwandelten die Jungs von „Happy Yeah Events“ die Waldfreizeitanlage Gänsbrüh in ein Festivalgelände.

Neben dem „Eventwerk Rodgau“ ist dies ein weiteres junges Unternehmen, das Veranstaltungen organisiert. Dank ausgelassener Stimmung, aufwendiger Dekoration, strahlender Lichteffekte und klassischem Diskonebel fühlten sich Freunde der elektronischen Tanzmusik an der Gänsbrüh pudelwohl. Trotz mäßigem Wetter mit einigen Regenschauern waren Patrick Wieck, Markus Oelrich, Markus Schäfer, Robin Zielbauer und Magnus Hannig mit ihrer ersten Großveranstaltung dieser Art zufrieden. Wirtschaftlich sei kein Schaden entstanden und man habe erfolgreich eine neue Veranstaltungsreihe angeschoben.

„Besonders der Gegensatz aus Location mitten in der Natur, passender Dekoration und komplett künstlich erschaffener elektronischer Musik macht für uns den Reiz hier an der Gänsbrüh aus“, erklären sie ihre Wahl. Die fünf jungen Männer haben sich vor knapp zwei Jahren in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen. Ihr Unternehmen organisiert Partys und Festivals mit dem Schwerpunkt elektronische Musik.

Die meisten der musikliebenden Freunde stehen selbst als Diskjockey auf der Bühne. Von privaten Treffen im eigenen Keller und über kleine Geburtstagsfeiern kamen immer mehr gemeinsame Aktivitäten. „Irgendwann mussten wir das alles dann in eine saubere rechtliche Form gießen“, erklären Patrick Wieck und Robin Zielbauer beim Aufräumen am Morgen nach dem Festival. Sie sind unter anderem auf Abipartys unterwegs und richten eigene kleine Veranstaltungen aus. Dieses Mal kümmerten sie sich nicht nur um die Technik, sondern auch um die Einzäunung des Geländes, Sicherheitsdienst, Garderobe, Bar, Dekoration und die Genehmigungen von Stadt und Kreis. Es gab sogar einen Shuttlebus, der die Besucher zur Veranstaltung brachte.

Entstanden ist der Name „Happy Yeah Events“ übrigens als Wortspiel aus der ersten gemeinsamen Veranstaltung, einer Silvesterparty. Robin Zielbauer (24) hatte als 15-Jähriger auf einem Geburtstag erstmals andere Leute mit Musik und Lichttechnik unterhalten und Spaß daran gefunden. Patrick Wieck (25), der eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann macht, interessierte sich bereits bei seinen ersten Cluberfahrungen mit 17 dafür, wo die Musik herkommt und was der Diskjockey an seinem Pult macht.

Nicht rein profitorientiert

Nikola Sikirica stand auf dem Techno-Festival als Diskjockey an den Decks. Mit dem Besitzer des Clubs „Tribe“ in Hainburg hat „Happy Yeah Events“ schon mehrmals zusammengearbeitet.

Da die Jungs nicht rein profitorientiert sind, wollen sie so näher an ihren Gästen sein. „Wir sind vielleicht nicht die Besten und machen noch Fehler, aber in der ansonsten überfüllten Branche hoffen wir, dass uns das sogar sympathisch macht“, erklären die beiden. Dass die Besucher nach einem tollen Erlebnis zufrieden nach Hause gehen, sei besonders wichtig. Dazu gehöre auch, dass sie sich fair behandelt fühlen und die Preise akzeptabel sind. „Wir wollen Events machen, damit in Rodgau wieder richtig was los ist, besonders für junge Leute“, formulieren sie ihr Ziel. Am Samstag, 13. September, ist das Team zum Beispiel auf dem Waldfest der Feuerwehrfreunde Hainhausen zu erleben.

Mit ihrem Engagement für ein lebendigeres Rodgau stehen Wieck und seine Kollegen nicht alleine da. Mit dem „Eventwerk Rodgau“ von Tobias Schott und Stephan Schmelter gibt es ein weiteres Unternehmen mit ähnlichen Zielen. Es hat nicht nur den „Rodgauer Sommersonntag“ vom 13. Juli aktiv mitgestaltet, sondern veranstaltet auch seit ein paar Jahren ein Oktoberfest, in diesem Jahr sogar als zweitägiges Fest.

Als Konkurrenten sehen sich Wieck und Zielbauer nicht. Bei den wenigen Überschneidungen arbeite man sogar zusammen, ansonsten komme man einander kaum in die Quere. Während die einen sich auf Musik konzentrieren, organisieren die anderen Veranstaltungen, auf denen es mitunter auch Musik gibt.

pep

Quelle: op-online.de

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