Ein junger Rodgauer beim Papst

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Yunus Arslan im Park von Schloss Bellevue: „Ich freue mich, dass ich dabei sein konnte.“

Rodgau - Ein junger Rodgauer war beim Papstbesuch in Berlin dabei. Yunus Arslan folgte einer persönlichen Einladung des Bundespräsidenten Christian Wulff zum Begrüßungszeremoniell mit militärischen Ehren für Papst Benedikt XVI. im Park von Schloss Bellevue. Von Ekkehard Wolf 

Er war einer von rund 1 100 Bürgern aus allen Bundesländern. Die handverlesene Gästeschar setzte sich aus Vertretern verschiedener Konfessionen und Weltreligionen zusammen.

Yunus Arslan hat bereits in jungen Jahren bewiesen, dass er Verantwortung übernehmen kann: Grund genug, ihn auf die Besuchsliste für Berlin zu setzen. Als Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirats Rodgau setzt er sich für die Belange der jüngsten Bürger ein. Vor zwei Jahren moderierte er eine Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl. Bis zu den Sommerferien war Yunus Arslan Schulsprecher der Geschwister-Scholl-Schule Hainhausen.

Auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Volker Bouffier war Yunus Arslan in die hessische Delegation gebeten worden, die etwa 25 Personen umfasste. Den Vorabend des Empfangs in Berlin verbrachte Yunus in der hessischen Landesvertretung, wo Staatsminister Michael Boddenberg die Delegation zum Abendessen eingeladen hatte. Am frühen Morgen fuhr die Delegation erst in eine Bundeswehr-Kaserne, in der sich alle Besucher einem Sicherheitscheck unterziehen mussten, ehe sie nach einem Buskonvoi über abgesperrte Straßen am Schloss Bellevue ankamen. Von den Tribünen im Schlossgarten aus konnten sie die Landung des Papstes auf einer Leinwand verfolgen.

Querschnitt der deutschen Gesellschaft

Für Yunus Arslan war der Empfang eine sehr interessante Erfahrung. „Ich fand es gut, dass wir bei der Begrüßung von Herrn Wulff als Querschnitt der deutschen Gesellschaft vorgestellt wurden. Wir alle haben den Papst als Gast willkommen geheißen - nicht nur seine katholischen Anhänger, sondern eben auch andere Menschen aus anderen Religionen. Durch die Einladung weiß ich jetzt, wie ein Staatsempfang abläuft und wie aufwändig so etwas ist. Ich freue mich, dass ich dabei sein konnte.“

Der junge Rodgauer saß in Rufweite, als das Oberhaupt der katholischen Kirche die Militärparade abnahm. Dann spielten Soldaten die Hymne des Vatikan und die deutsche Nationalhymne. Nach dem Willkommensgruß des Bundespräsidenten dankte der Papst für den „liebenswürdigen Empfang“. In einer Rede bezeichnete er die Religion als eine Grundlage für ein gutes Zusammenleben der Menschen. Ohne verbindliche Basis lebe jeder nur noch seinen Individualismus. Freiheit gehe nicht ohne Solidarität.

Quelle: op-online.de

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