Eloxalwerk hört auf

Karl Chmelik GmbH entlässt Belegschaft

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Im Nebel: Die 70 gekündigten Mitarbeiter der Karl Chmelik GmbH stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Dudenhofen - Die Karl Chmelik GmbH schließt ihr Werk in Dudenhofen im Lauf des nächsten Jahres. Die komplette Belegschaft hat Kündigungen erhalten. Dies bestätigte Kristian Pursche, einer der drei Geschäftsführer, am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Gründe wollte er nicht nennen: „Das ist eine Sache, die nur die Belegschaft und uns angeht.“ Die Kunden würden schriftlich informiert. Das Unternehmen ist seit seiner Gründung 1947 in Familienbesitz. Die Werksschließung sei für alle Beteiligten eine traurige Angelegenheit, so Pursche. Betroffen sind rund 70 Beschäftigte, darunter auch viele langjährige Mitarbeiter.

Die Nachricht von der geplanten Werksschließung kam für die Industriegewerkschaft Metall überraschend. Von Kurzarbeit oder ähnlichen Maßnahmen sei nichts bekannt, sagt Marita Weber, die Erste Bevollmächtigte der IG Metall in Offenbach. Unter den Chmelik-Mitarbeitern seien zwar auch Gewerkschaftsmitglieder, es gebe aber wohl keinen Betriebsrat.

Das Unternehmen beschäftigt sich mit Metall- und Oberflächenveredelung (sowie Aluminiumhandel. Gründer Karl Chmelik hatte 1947 in Neu-Isenburg zunächst mit dem Vernickeln und Verchromen begonnen. Nach dem Umzug nach Dudenhofen 1972 spezialisierte sich der Betrieb auf die Oberflächenveredelung von Aluminium, unter anderem im Eloxalverfahren. 1990 gründete Chmelik eine Tochterfirma für Pulverbeschichtung. Fünf Jahre später kam die mechanische Bearbeitung von Aluminium mit CNC-Technik dazu.

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Die Werksschließung wirft die Frage auf, was aus der Immobilie in Dudenhofen wird. Der städtischen Agentur für Wirtschaftsförderung liegen dazu noch keine Informationen vor. Die Hallen haben rund 12.500 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche. Das umzäunte Gelände ist ungefähr 33.000 Quadratmeter groß.

eh

Quelle: op-online.de

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