Kein Gedanke an Rücktritt

Rodgau (bp) ‐ Gelassen reagiert die Erste Stadträtin Hildegard Ripper (CDU) auf die heftige Kritik an ihrer Amtsführung. Die Rathauskooperation aus SPD, Grünen, FDP und FWG hatte ihr vorgeworfen, bei Umstellung der Müllabfuhr zum 1. Januar 2009 ein Chaos und ein Defizit von einer Million Euro verursacht zu haben.

Das Bündnis wird bei der Stadtverordnetensitzung am 22. Februar die Abwahl der Dezernentin beantragen und einen Akteneinsichtausschuss ins Leben rufen. Ripper sagte gestern, sie wolle die Vorwürfe nicht bewerten. Sie habe sich nichts vorzuwerfen und habe nichts zu verbergen. „Ich warte gelassen ab.“

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Bündnis will Stadträtin abwählen

Die CDU-Abspaltung CSG und der Verein „Zusammen mit Bürgern“ werfen der Kooperation vor, Hildegard Ripper vor der Bürgermeisterwahl „trotz ihrer offensichtlichen Fehlleistungen“ geschont zu haben, um die Unterstützung der CDU für den SPD-Bürgermeisterkandidaten Jürgen Hoffmann nicht zu gefährden. Nun versuche das Bündnis noch vor der Kommunalwahl im März 2011 mit Michael Schüßler ein weiteres hauptamtliches Magistratsmitglied „für volle sechs Jahre durchzuboxen“. Das sei Wortbruch, denn die FWG habe einst 3400 Unterschriften für die Abschaffung der zweiten Stadtratsstelle gesammelt. Die Stadtratsentscheidung solle „nach ehrlichem Demokratieverständnis“ erst das 2011 neu gewählte Parlament treffen.

Quelle: op-online.de

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