Kein Hallenbau im Ortskern

Jügesheim (bp) - Die TGS verzichtet auf den Bau eines Sport- und Kulturzentrums auf dem früheren Feuerwehrgelände.

Zugleich denkt der Großverein über den Neubau einer Halle nur für den Sportbetrieb auf dem Kunstrasenplatz an der Langen Straße nach - am besten in Partnerschaft mit TGM SV Jügesheim, die schon Wunschpartner für die Mitte April allerdings gescheiterte Fusion war. „Sofern dort Interesse besteht“, sei diese Konstellation denkbar, sagten gestern TGS-Vorsitzender Ronny Voland und Finanzvorstand Stefano Uslenghi vor der Presse. Es handele sich um eine weit in die Zukunft gerichtete Planung.

TGM SV ist dieser Idee gegenüber durchaus aufgeschlossen. Die Hallenfläche an der Langen Straße auszubauen sei sogar ein alter Beschluss des städtischen Sportflächenausschusses, sagt Vorstandssprecher Erwin Kneißl. Gedacht werde aber an einen Neubau nicht auf dem Kunstrasenplatz, sondern hinter der bestehenden Halle, um deren Infrastruktur auch für den Erweiterungsbau nutzen zu können. „Dass uns Hallenflächen fehlen, ist allen klar.“

Neubau eines Sport- und Kulturzentrums

TGS und TGM SV hatten sich während der Fusionsgespräche vorgenommen, den Neubau eines Sport- und Kulturzentrums (unter Einbindung der Alten Schule) auf dem inzwischen geräumten Feuerwehrplatz anzugehen. Das Vier-Millionen-Projekt scheiterte daran, dass die Fusion nicht zustande kam. Während mehr als 80 Prozent der Mitglieder von TGM SV zustimmten, fehlten bei der TGS 4,4 Prozentpunkte Ja-Stimmen zur erforderlichen Dreiviertelmehrheit. In der Folge trennten sich zahlreiche TGS-Mitglieder von ihrem Verein und gründeten den „Freundeskreis für Turnen und Fastnacht 2011“.

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Voland sagte, die TGS eröffne der Stadt die Chance, das frühere Feuerwehrgelände viel besser zu vermarkten, „als es der TGS günstig zu überlassen“. Auch habe sich die Aula der Georg-Büchner-Schule für Großveranstaltungen der TGS nach nun drei erfolgreichen Probeläufen als hervorragend geeignet erwiesen. Die TGS habe nun nicht mehr den Druck, „Kulturkapazitäten schaffen zu müssen“. Ein Problem sei gleichwohl die 95-prozentige Auslastung der TGS-Halle für Sportangebote. Hier erhofft sich der Verein Freiräume in städtischen Sporthallen, sobald die Stadt 2012 Nutzungsgebühren erhebt.

Quelle: op-online.de

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