Kerb-Auftakt am Haus der Feuerwehr war der Hit

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Die Drinks „Löschwasser“ und „Tatütata“ kamen gut an. Der Fruchtcocktail mit Rum machte die Runde.

Weiskirchen - (chz) Wenn das kein guter Auftakt war! Etwa 600 Gäste kamen am Freitagabend zum rasanten Start der Kerb ans Feuerwehrhaus. Die Freiwillige Wehr musste gut 40 Helferinnen und Helfer aufbieten, um den Ansturm bewältigen zu können - und hatte trotzdem Rufbereitschaft!

Auch auf der Festmeile an der Kirche mit Fahrgeschäften und Buden herrschte guter Besuch.

Zu Füßen des Kerbborschen, der auf dem kleinen Vordach des Feuerwehrhauses saß, versorgten sich die gut gelaunten Gäste mit „Löschwasser“ und „Tatütata“ (Frucht-Cocktail mit Rum) und brachten sich in Stimmung fürs Schubkarrenrennen. Zuvor hatte Kerbparrer Hermann Jäger während einer Traktorrundfahrt mit Feuerwehrchef Dieter Horch, Jonas Friedrich, Patrick Moller, Albin Hacker, Karlheinz Kopp, Christopher Zilch und den Kindern Tina Horch, Dominik Müller und Jannick Drexler die Kerb ausgerufen und mit Geheul aus der Hand-Sirene eingeläutet.

16 Teilnehmer bestritten beim Schubkarrenrennen schließlich den kaum ausgeleuchteten Parcours rund um Pylonen, Strohballen und Männertoilette. Und nicht jeder von ihnen fand so ganz selbstverständlich den rechten Weg mit dem mannsschweren Dummy auf der Karre.

Vollen Einsatz brachten die Teilnehmer des Schubkarrenrennens.

Pech hatte dabei auch der schon im vergangenen Jahr topfitte Hainhäuser Ortsvorsteher Ewald Simon. Beim Rennen gegen den Ortsvorsteher von Weiskirchen schuldete er der engen Verbundenheit der Ortsteile sein Weiterkommen. Freiwillig stoppte er seine rasante Fahrt, als Hermann Jäger in der Kurve nicht nur seine schwere Last, sondern auch selbst das Gleichgewicht verlor und in den Strohballen landete. Simon spendete Trost und wartete auf seinen Kollegen, bis dieser die Fassung und seinen Weg wieder gefunden hatte, kam auch als Erster durchs Ziel - um dann erst zu merken, dass die Zeit gezählt hätte! „Macht nichts, nächstes Jahr wieder“, tröstete er sich selbst über die herbe Enttäuschung hinweg.

Auch in diesem Jahr überall viel los

Derweil war auf dem Platz vor der katholischen Kirche zwischen Schießbude, Lebkuchenherzen, Bärchenballons und Boxautos, wie Schausteller Peter Stein bestätigte, genauso viel los wie in den vergangenen Jahren.

Zusätzlicher Anreiz kam am Samstag Nachmittag mit den Rodgau Rangers dazu, die für ihre legendären Hähnchen warben. Sie hatten keine Platzprobleme - glücklicherweise wohnt Mitglied Udo Bender genau an der Festmeile. Was wäre Weiskirchen zur Kerb auch ohne die traditionellen Hähnchen am Stand der Rodgau Rangers?

Lecker waren wieder die Hähnchen der Rodgau Rangers.

Wir verkaufen sie auch nur an Kerb und beim Waldfest - dadurch, dass wir sie sonst zurückhalten, freuen sich die Besucher umso mehr drauf“, begründete Horst Massoth den Heißhunger der Gäste, die das leckere Geflügel oft sogar tütenweise mit nach Hause nahmen. Die 24 Männer der Rodgau Rangers, die immer noch 14tägig kicken, sich wöchentlich zum Stammtisch treffen und jährlich ins Trainingslager fahren, wurden zur Kerb tatkräftig von ihren Frauen unterstützt.

Ausgerückt ins „Asyl“ war am Sonntag Mittag der Katholische Kirchenchor Weiskirchen - er verköstigte seine Gäste am Heimatmuseum im Alten Spritzenhaus.

Gespannt waren viele Weiskircher auf den Auftritt der „Alten Herren“ der TG Weiskirchen. Sie rückten gestern Morgen um 11 Uhr mit einem mobilen Kerbstand an der Sparkasse an und machten von dort aus ihre Tour an besucherträchtige Stellen im Ort: „Ist Bahnhof und auch Hauptstraß stur - mit uns, da geht die Kerb auf Tour!“ stand in großen Lettern auf riesigen rosa Plakaten zu lesen. Mit dem Spruch spielten die Alten Herren nochmals auf den Konflikt im Vorfeld der Kerb an, als die Standortfrage heftig diskutiert wurde und die traditionelle Festwiese abhanden gekommen war. Auf ihrem Einsatzwagen hatte die Gruppe alles dabei, was das Kerbbesucher-Herz begehrte: gekühlte Getränke, sogar in gläserne Bierseidel gezapft (und für die ortsgebundenen Gäste auch mal Plastikbecher), eine Grillstation für Bratwürste und ein großes Depot auf dem Waldfestplatz, falls die Vorräte doch ausgehen. Vor allem aber verbreiteten sie denkbar gute Laune und ließen sich ihre Kerb nicht vermiesen.

Quelle: op-online.de

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