Weiskirchen feiert noch bis Dienstag

Ein Kerbborsch gegen 50 Gläser Bier

+
Nichtsahnend thronte der Kerbborsch am Freitag über dem Festbetrieb am Feuerwehrhaus.

Weiskichen -  „Wem ist die Kerb? Unser!“ Mit diesem traditionellen Ruf eröffnete Kerbvater Hermann Jäger das Kirchweihfest in Weiskirchen – für den Stadtteil das größte Fest des Jahres.

Der Kerbborsch, die Symbolfigur, thronte allerdings nur einen Abend lang über dem Festbetrieb. Dann wurde er entführt und erst einen Tag später zurückgebracht. Das Lösegeld: fünf Zehnerkörbchen Bier. Wie konnte die Strohpuppe im Feuerwehrhaus aus dem verschlossenen Büro des Wehrführers verschwinden? Diese Frage beschäftigte am Samstag sowohl die Feuerwehr als auch den Heimat- und Geschichtsverein. Erst am Abend meldeten sich die Entführer, die wohl in Feuerwehrkreisen zu suchen sind. Ihre Bierforderung untermauerten sie mit martialisch anmutenden Fotos, auf denen vermummte Gestalten mit der Puppe posierten.

Der Kerbborsch war arg ramponiert, als er am Samstag nach 22 Uhr in die Obhut des Heimat- und Geschichtsvereins zurückkehrte. Der Hut fehlte, die Gesichtsmaske hatte einen Riss, der ganze Kerl war aus der Fasson geraten. Hilde und Willy Winter gingen gleich daran, die Puppe zu flicken, damit sie zur Kerbverbrennung am Dienstag eine gute Figur macht.

Bilder: Kerb in Weiskirchen

Gut besucht waren die Musikerkerb mit „Soulution“ am Samstag und die Kerb der Alten Herren mit „Doppel(s)pass“ am Sonntag. Bei den Rodgau Rangers brutzelten vier große Fritteusen voller Hähnchen, damit alle Gäste satt wurden. Beim Kirchenchor gab’s Weißwurst und Kerbkuchen. (eh)

Bilder zur Kerb in Weiskirchen

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare