Holzrückepferd, Baumkletterer und Lagerfeuerromantik

Kettensägen lärmen im Wald: Holzauktion zieht die Massen an

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Profi beim Versteigern: Förster Günther Heid brachte die Raummeter unters Publikum, das nur zögerlich bot.

Dudenhofen – Holzrückepferd, Baumkletterer, Holzkünstler und Lagerfeuerromantik: Die Holzversteigerung des Gesangvereins Germania Dudenhofen war auch im 25. Jahr ihres Bestehens wieder ein Magnet für Tausende Gäste.

Einen Höhepunkt gestalteten die Gebrüder Dengler aus Widdern mit ihrer Holzfäller-Show. Wer einmal sehen wollte, wie sündhaft teure Wettkampfäxste aus Neuseeland in der Hand eines Profis einen dicken Stamm wie Butter durchschneiden, der war im Wald an der Freizeitanlage genau richtig.

Im Blickpunkt stand dort auch Marco Trabert, amtierender Weltmeister in den Waldarbeitsmeisterschaften. Er wechselte vor staunendem Publikum in Sekundenschnelle die Kette einer Motorsäge und entastete einen Stamm in Windeseile.

Erstmals dabei waren die Baum- und Industriekletterer der Münsterer WKM Concept. Sie demonstrierten in luftiger Höhe ihre Arbeitstechniken. Wer mutig war, konnte sich auch mal selbst anseilen und hochziehen lassen. Traditionell ist die Holzauktion die erste Großveranstaltung in Rodgau nach dem Jahreswechsel. Gerne kommt dazu die gesamte Polit-Prominenz – vom Landtagsvizepräsidenten Frank Lortz, über Landrat Oliver Quilling, Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul, Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Kulturdezernent Winno Sahm, IGEMO-Chef Wolfgang Linke bis zu Vereinsspitzen und Stadtwerke-Boss Markus Ebel-Waldmann.

Bilder: Tausende kommen zur Holzversteigerung in Dudenhofen

Lortz begrüßte die Besucher namens aller Ehrengäste und überreichte diverse Schecks – auch von Sponsoren wie Glaabsbräu. Mit Heinz Schnur ergriff zur Eröffnung ein Mann der ersten Stunde das Mikrofon von Moderator Jürgen Resch. Vor 25 Jahren sei er zwar gegen die neue Veranstaltung gewesen, sagte Schnur. „Aber heute lacht mir das Herz.“

Während das Treffen für manche eine Premiere war, war es für andere Abschied. Letztmals erklangen die Signale des Bläsercorps der Weiß-Blauen Jagdgesellschaft bei dieser schönen Gelegenheit. Die Mitglieder sind inzwischen einfach zu alt.

Programmpunkte wie etwa die Holzarbeiten mit Rückepferd Max vom Salinenhof in Hainhausen machten die Auktion zum Familienfest. Großes Interesse fand die Traktorenausstellung. Den Preis für die schönste Restaurierung sicherte sich Günter Birth von den Traktorfreunden Rödermark, den Pokal für den ältesten Traktor (MAN von 1942) sein Kollege Reinhard Geißler aus Babenhausen. Für die Germaniasänger beginnt mit den Proben am Dienstag (18.30, 20.15 Uhr) nun wieder der Alltag. (bp)

Quelle: op-online.de

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