Kies für Stadtkasse

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Baustoffwerke-Geschäftsführer Rudolf Dombrink (rechts) erläuterte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (links) die Funktionsweise der neuen Sandaufbereitungsanlage. Sie veredelt Material, das bisher als Abfall in andere Kiesgruben gebracht wurde.

Dudenhofen ‐ Die Baustoffwerke haben nach Investitionen von über 500.000 Euro gestern im Beisein von Bürgermeister Jürgen Hoffmann eine neue Sandaufbereitungsanlage in Betrieb genommen. Von Bernhard Pelka

Sie befreit den im Kiessee gewonnenen Rohstoff für Kalksandsteine und Porenbeton von Verunreinigungen (Lehm). Danach zerkleinert ein Mahlwerk den Kies. Förderbänder führen ihn letztlich der Produktion zu.

Bisher waren die Baustoffwerke gezwungen, den verschmutzten Sand mit schweren LKW abzufahren. Abnehmer waren andere Kiesgruben. Im Gegenzug musste das Unternehmen Sand von Fremdfirmen zukaufen, um für die eigenen Produkte die richtige Mischung zu haben. Pro Tag waren das drei bis vier LKW-Ladungen, im Jahr etwa 20.000 Tonnen. Das mit der neuen Turbowäsche gereinigte Material kann jetzt im Werk direkt zu hochwertigen Wandbaustoffen verarbeitet werden. Der Zukauf von Sand aus der Eifel und dem Taunus entfällt, der Nutzungsgrad des in Rodgau gewonnenen Mainquarzsands steigt auf 70 Prozent. Das steigert auch die Einnahmen der Stadt Rodgau aus den Sandförderentgelten. Und natürlich entfallen Hunderte LKW-Fahrten.

Hoffmann lobte die Neuerung als „Investment in den Umweltschutz“. Baustoffwerke-Geschäftsführer Rudolf Dombrink und seine Mitarbeiter erläuterten die Anlage, deren Mahlwerk trotz der immensen Kräfte, die dort wirken, überraschend leise arbeitet. Die Spezialanlage stammt von einem Hersteller in der Schweiz. Bundesweit wird sie erst nur fünfmal eingesetzt.

Quelle: op-online.de

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