Piratenschiff erobert

Kinder entern neuen Spielplatz in Jügesheim

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Der neue Spielplatz im Baugebiet J41 ist der Hit. Bürgermeister Jürgen Hoffmann: „Da möchte man nochmal Kind sein.“

Jügesheim - Rodgaus neuester Spielplatz im Baugebiet J 41 ist zum Erobern und Entdecken frei gegeben. Ein Schnitt mit der Schere durch ein blaues Band - und schon gab’s gestern unter den Kindern aus den Kitas Alter Weg und der Emmausgemeinde kein Halten mehr.

Sie enterten stürmisch das Piratenschiff, träumten auf dem Floß von spannenden Entdeckungsfahrten und kletterten waghalsig auf Treibgut herum. Der Motto-Spielplatz folgt dem Thema „Piraten“. Das ist kein Zufall. Die Stadtplanung hat sich bereits vor zwei Jahren Gedanken zum Vorentwurf des Platzes unweit der Allensteiner Straße gemacht. Weitere Themenspielplätze sollen in Rodgau folgen.

Viele Jungen und Mädchen werden nun mit dem großen Piratenschiff allerlei Abenteuer erleben, in der Tonne rund um die Welt segeln oder im heißen Sand unentdeckter Inseln kostbare Schätze bergen. Dabei treffen sich sicher nicht nur Piraten aus dem eigentlichen Einzugsgebiet J 41, sondern beispielsweise auch aus den umliegenden Kitas. An den Spielplatz grenzt ein Hügel, der im Winter auch zum Rodeln genutzt werden kann. Damit der Platz auch ganzjährig eine echte Augenweide ist, wurde die Vegetation so gewählt, dass es in jeder Ecke zu einem anderen Zeitpunkt blüht. Derzeit ist der Rasen allerdings noch nicht überall aufgekeimt. Das liegt daran, dass das Grün zwei Wochen nach der Einsaat des restlichen Wiese im Gebiet aufgebracht wurde und dann zunächst der Regen fehlte. Eventuell wird im Herbst noch einmal nachgesät.

Nach dem Endausbau der Straßen werden zusätzlich 36 Straßenbäume gepflanzt und der noch entstehende Kreisel an der Allensteiner Straße begrünt. Die gesamten Landschaftsbauarbeiten wurden von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) finanziert, die im Auftrag der Stadt das gesamte Baugebiet erschlossen hat. Die Auftragssumme für die Herstellung der insgesamt 1,3 Hektar großen Parkanlage mit Weg, Blumenwiesen, Feldahornallee aus 47 Bäumen sowie der Bau des Spielplatzes inclusive Zaun, Wege, Vegetation und dem Einbau Spielgeräte beträgt etwa 217.000 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für die Spielgeräte im Wert von 33.160 Euro.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann, HLG-Projektleiter Robert Schütz und die Kita-Kinder reihten sich zur Eröffnung des Platzes hinter einem blauen Absperrband am Piratenschiff auf und setzten die Schere an. Hoffmann dankte der HLG für die gute Zusammenarbeit und lobte die Kreativität der Rathausmitarbeiter, die mit dem Projekt befasst waren. Landschaftsarchitektin Barbara Katzer aus Großkrotzenburg hatte ein Auge auf Planung und Bauarbeiten.

Die Pflege des Spielplatzes und der weitläufigen Parkanlage ringsum liegt die nächsten zwei Jahre bei der Firma Gartenbau Dillmann aus Nidderau. Hierunter fallen das Mähen des Rasens, die Pflege der Blumenwiesen und das Wässern der Bäume. Aber jetzt heißt es erst einmal: Leinen los und Spielplatz frei zum Entern!

bp

Quelle: op-online.de

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