„Entstressung“

Kinder brauchen Ruhe zum Lernen

Rodgau - Ein neuer Lebensabschnitt beginnt nächste Woche für 395 Mädchen und Jungen in Rodgau: Am Dienstag haben sie ihren ersten Schultag. Die Kinder werden von ausgeruhten und motivierten Lehrkräften erwartet.

Mit der personellen Ausstattung sind die Schulleiter durchweg zufrieden.

An vielen Schulen sind neben dem Pflichtunterricht zusätzliche Angebote möglich. Die Freiherr-vom-Stein-Schule in Dudenhofen startet mit dem „Ganztagsprofil zwei“, das sie seit zehn Jahren immer wieder beantragt hat. Dafür erhält sie zusätzliche Lehrerstunden. Schulleiterin Ursula Eller: „Wir haben den Vormittag neu strukturiert. Wir verlängern den Vormittag mit Lehrerhilfe, so dass jedes Kind von 8 bis 13.30 Uhr in der Schule ist.“ Längere Pausen und eine halbe Stunde Lern- und Übungszeit geben den Kindern mehr Ruhe, die sie zum Lernen brauchen.

Gleitzeit am Morgen, kein 45-Minuten-Takt

Auf „Entstressung“ setzt auch die Münchhausenschule in Hainhausen. Gleitzeit am Morgen, kein 45-Minuten-Takt, gemeinsames Frühstück und eine halbe Stunde Bewegungspause: „Hier ist so eine Ruhe eingekehrt“, freut sich Schulleiterin Susanne Fries. Große Chancen sieht sie im Umzug der Betreuung der Dritt- und Viertklässler nach Weiskirchen. Noch mehr Neues will sie Schülern und Lehrkräften nicht zumuten: „Wir führen Begonnenes weiter und besinnen uns aufs Kerngeschäft. Uns geht Unterrichtsqualität über alles.“

„Kontinuität und Qualität ist für die Kinder wichtig. Dabei muss man auch an die Lehrergesundheit denken“, sagt Sabine Döring, die Leiterin der Carl-Orff-Schule Jügesheim. Die 45 neuen Erstklässler bilden je eine Halbtags- und eine Ganztagsklasse. Der Aufbau der Ganztagsschule geht planmäßig weiter - die ersten Ganztagsschüler kommen bereits in die 3. Klasse. Bald vorbei sind die Bauarbeiten der Orff-Schule: Die Sanierung des Schulhofs geht ihrem Ende entgegen. Die neue Kletteranlage steht, kann aber erst übernächste Woche bespielt werden.

Besonders sanfter Einstieg in die Schule

Auf dem Weg zur „gesunden Schule“ arbeiten die Schule am Bürgerhaus Nieder-Roden und die Wilhelm-Busch-Schule (WBS) Jügesheim derzeit an der Sucht- und Gewaltprävention. Die WBS strebt zudem die Anerkennung als „musikalische Grundschule“ an.

Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung (Inklusion) bleibt das große Thema der Gartenstadtschule. Vier Kinder werden zeitweise von Förderschullehrkräften unterstützt. Ob die Doppelbesetzung an neun oder elf Stunden pro Woche ausreicht, muss sich zeigen. Das neue Modell wird auch an anderen Grundschulen erprobt.

Einen besonders sanften Einstieg in die Schule bieten die Vorklassen der Wilhelm-Busch- und der Münchhausenschule. Die Freiherr-vom-Stein-Schule setzt stattdessen seit einem Jahr auf die flexible Eingangsstufe. In der „Flex-Klasse“ bleiben die Kinder ein bis drei Jahre, danach gehen sie in die 3. Klasse. J eh

Quelle: op-online.de

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