Kinderfest der Stadt

Wald wird Spielwiese

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Beim Verein „Pro Jugendhaus“ angelten die Besucher von übermorgen bunte Plastik-Fischlein.

Jügesheim - Im Jügesheimer Wald tanzte gestern Nachmittag wieder einmal der Bär. Nicht nur der knuddelige Klimaschutz-Eisbär, mit sich Kinder gern fotografieren ließen, sondern auch jener symbolische Bär, dessen Tanz für Hochbetrieb steht.

Das 32. Kinderfest der Stadt zog Große und Kleine an wie ein Magnet, die Zahl der Besucher dürfte einmal mehr in die Tausende gegangen sein. Auf dem verlängerten Alten Weg kamen Autos ab dem Sportzentrum Weichsee nur noch im Schritttempo voran; zusammen mit Fahrrädern, Kinderrädchen, Rollern, Kinderwagen, Fußgängern und einer Pferdekutsche, bildeten sie ein Verkehrs-Misch-Masch, das Eltern manches Mal die Luft anhalten ließ.

Einmal am Waldfestplatz angekommen, verteilte sich das Gedränge auf fast drei Dutzend Stationen. Das Angebot bewegte sich zwischen kreativ und lehrreich, bot Möglichkeiten zum Mitmachen und Zuschauen und war zur Freude der Familien-Finanzminister gratis.

Bilder vom Kinderfest

32. Kinderfest im Jügesheimer Wald

Besonders dicht umlagert war der Stand von Petra Simon, die eine Schlange, Feuersalamander und Spinnen mitgebracht hatte. Mama und Papa wunderten sich des Öfteren, wie süß ihre Sprösslinge die Igitt-Igitt-Tierchen fanden, nachdem sie sie erst einmal angefasst hatten.

Wer bei Kinderfest im Jügesheimer Wald nicht die passende Beschäftigung fand, dem musste der Playstation-Virus schon jede Kreativität und Spontaneität geraubt haben.

Organisations-Chefin Ursula Keller und Fachdienstleiter Stefan Jaud schauten schon eine Stunde nach dem Start hoch zufrieden in die bestens gefüllte Runde und an den zeitweise sogar blauen Himmel. „Im Wald gibt es keinen Plan B. So eine Veranstaltung mal eben schnell in ein Bürgerhaus verlegen, funktioniert nicht“, sagte Ursula Keller. Fürs Kinderfest weckt die Stadt den Waldfestplatz, auf dem schon lange kein Verein mehr feiert, einmal im Jahr aus seinem Dornröschenschlaf. Sie tut"s zum einen wegen seiner zentralen Lage, zum andern wegen der Infrastruktur. In Nieder-Roden zum Beispiel müsste das Technische Hilfswerk mit Notstromaggregaten anrücken, erläuterte Jaud.

Das THW wäre einer der wenigen Teilnehmer, bei dem die Stadt nachfragen müsste. Ansonsten genießt das Kinderfest zur Freude von Macherin Ursula Keller einen so guten Ruf, dass Vereine und Initiativen bei ihr im Rathaus anrufen und ihren Platz im Wald früh buchen. 

Quelle: op-online.de

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