Tiere im Mittelpunkt

Die Maus als Star des Kinderfests

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Die „Maus“ war immer von Kindern umringt. Die Darstellerin unter dem Kostüm kam ins Schwitzen.

Jügesheim - Ein tierisch schönes Kinderfest erlebten gestern ein paar tausend Kinder und Erwachsene auf dem Jügesheimer Waldfestplatz. Tiere standen an mehreren Stellen im Mittelpunkt.

Markus Metzger hatte acht Schafe mitgebracht, die man streicheln und mit Heu füttern durfte. Bei Petra Simon konnte man eine Schlange und andere exotische Tiere anfassen, wenn man sich traute.

Beinahe faszinierender als die echten Tiere waren ihre Artgenossen aus Stoff, die die kindliche Phantasie anregen. So sah es aus, als sei unter Rodgaus Kuscheltieren eine Epidemie ausgebrochen. Am Kuscheltier-Krankenhaus des Roten Kreuzes bildete sich eine Warteschlange wie beim Urwalddoktor: Geduldig warteten die Kinder mit Teddy „Coco“, „Kätzchen „Lara“ oder der Babypuppe namens „Rambo“. Die Stofftiere wurden auf Herz und Nieren untersucht, bekamen Verbände oder wurden mit ein paar Stichen genäht - mit echten Wundnadeln aus dem Operationssaal. Arznei in Form von Schokolinsen versüßte den Heilungsprozess.

Bilder des Kinderfests

Die Maus als Star des Kinderfests

Das Größte für die Kleinen war die Maus aus der „Sendung mit der Maus“ - am Vormittag noch im Fernsehen und nun leibhaftig im Wald. Wo immer der „Walking Act“ unterwegs war, war er von einer Traube von Kindern umringt. Eltern konnten kaum genug davon kriegen, ihre Sprösslinge mit der Zeichentrickfigur zu fotografieren. Auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann ließ sich mit der Maus ablichten - ein Kindheitstraum, wie er erzählte. Etwas mühsamer gestaltete sich sein Versuch, mit der Maus auf der Bühne ins Gespräch zu kommen: Das Tier ist stumm und ist wegen seiner Körperfülle auch in seiner Gestik und Mimik eingeschränkt. Immerhin kann die Maus mit den Augenlidern klappern - dann klappt die Verständigung schon.

„Es macht einen Riesenspaß“, strahlte Hoffmann angesichts der vielen Angebote auf der Waldwiese: „Man spürt, dass da wirklich Freude dabei ist - und die Kinder nehmen es auf.“

Auch die Eltern hatten ihren Spaß. Einige ließen sich darauf ein, für einen Moment selbst wieder kindliche Freude zu erleben. Das konnte man zum Beispiel an den Bildhauertischen von Gerd Steinle sehen: Nicht nur Jungen und Mädchen, sondern auch viele Erwachsene hantierten lustvoll mit Feile und Säge an den weißen Steinen aus Porenbeton.

Kinderfest-Organisatorin Ursula Keller freute sich über das sonnige Wetter, den reibungslosen Ablauf, die gute Stimmung und die vielen Besucher: „Diesmal haben wir bestimmt einen Rekord.“

Als „Jahrmarkt der Organisationen“ bezeichnete Fachdienstleiter Stefan Jaud das bunte Treiben bei den unterschiedlichsten Anbietern. Das vor einigen Jahren geänderte Fest-Konzept habe sich bewährt: „Mir fällt gerade nichts ein, was wir noch verbessern könnten.“ 

eh

Quelle: op-online.de

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