Kindergarten bleibt acht bis zwölf Wochen zu

Nieder-Roden (eh) ‐ Der Wasserschaden im Kindergarten „Birkenhain“ ist größer als zunächst angenommen. Nach einem Rohrbruch hatten sich die Dachdämmung und die abgehängten Decken wie ein Schwamm mit Wasser voll gesogen. Als die Bescherung am Tag vor Heiligabend entdeckt wurde, lief das Wasser in die Räume.

Ein derart durchnässtes Gebäude lässt sich nicht innerhalb eines Monats trockenlegen. „Man hat uns gesagt, wir müssten mit einem Zeitraum von acht bis zwölf Wochen rechnen“, sagte Stadtrat Michael Schüßler (FDP) gestern auf Anfrage. Die Kosten seien nicht absehbar. Im Boden des Hauses könne es noch zu unliebsamen Überraschungen kommen: „Nächste Woche werden wir Probebohrungen vornehmen.“

Das Innere des Kindergartens an der Wismarer Straße ist nicht wiederzuerkennen. Deckenpaneele und Trennwände wurden entfernt, die Einbauküche demontiert. „Es sieht ziemlich nach Rohbau aus“, so Schüßler. Im ganzen Haus stehen Trocknungsgeräte.

Asyl bei den Johannitern in Ober-Roden

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Wasserschaden in Kita Birkenhain

Durch Frost war ein Warmwasserrohr geborsten, das zur Kleinkindergruppe führte. Diese Gruppe ist erst seit wenigen Monaten in Betrieb. Um die Leitungen nicht durch alle anderen Räume ziehen zu müssen, wurden sie über der Decke der Gruppenräumen hinweg verlegt. Durch die Dachdämmung sollten sie eigentlich vor Frost geschützt sein. „Wieso das Rohr dennoch aufgefroren ist, darüber wird der Sachverständige Auskunft geben“, erwartet Stadtrat Schüßler. Als Glück im Unglück sieht er an, dass der Wasserschaden sich nicht über die komplette Fläche des Hauses erstrecke. Die Kleinkindergruppe habe offenbar nichts abbekommen. Sie sei durch eine stabile Betonwand abgetrennt.

Die Kindergartengruppen sind mit ihren Erzieherinnen in anderen Häusern untergekommen. Sie spielen jetzt in der Kita Turmstraße, in der Kita am Bürgerhaus und im evangelischen Gemeindehaus. Die Kleinkindergruppe hat vorerst bei den Johannitern in Ober-Roden Asyl gefunden, zieht aber voraussichtlich zum 20. Januar in einen städtischen Kindergarten in Rodgau um.

Quelle: op-online.de

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