Kindergarten bleibt schimmelfrei

Nieder-Roden (eh) ‐ Der evangelische Kindergarten „Birkenhain“ an der Wismarer Straße ist frei von Schimmelpilzen. Das hat eine unabhängige Untersuchung im Auftrag der Stadt ergeben, wie Stadtrat Michael Schüßler (FDP) auf Anfrage berichtet.

Die Nachuntersuchung ergab, dass im sanierten Schadensbereich keine gegenüber der Außenluft erhöhte Schimmelpilzbelastung vorhanden ist“, heißt es in dem Gutachten. Nachdem die Folgen des Wasserschadens vom Dezember beseitigt sind, kann der Kindergarten am 10. Mai seinen Betrieb wieder aufnehmen. Die Stadt hatte die Raumluftmessung in Auftrag gegeben, nachdem die CDU Nieder-Roden Ende März in einer Anfrage an den Magistrat von einer Schimmelbelastung gesprochen hatte. CDU-Ortsvorsitzender Lars Neumann unterstellte sogar, Mitarbeiter seien zum Stillschweigen verdonnert worden. Quellen für beide Behauptungen nannte er nicht.

Es ist nicht üblich, dass man nach derartigen Maßnahmen ein Institut mit einer Beprobung beauftragt“, betont Stadtrat Schüßler. Aus baufachlicher Sicht habe es keine Hinweise auf Probleme gegeben. Die „unsägliche Diskussion“ habe ihm jedoch keine andere Wahl gelassen, als ein Gutachten über den Sanierungserfolg in Auftrag zu geben. Kosten: rund 3.500 Euro. „Diese 3500 Euro mussten wir aufbringen, um ein Gerücht aus der Welt zu schaffen, das aus Fachamtssicht durch nichts hinterlegt war“, ärgert sich der Hochbau- und Sozialdezernent. Er halte es für unverantwortlich, solche Falschinformationen zu verbreiten: „Da wurde doch letzten Endes mit den Ängsten der Eltern gespielt.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass wieder einmal städtische Bedienstete in Verruf gebracht würden.

Die Mitarbeiter hätten hervorragende Arbeit geleistet, betont Stadtrat Schüßler: „Wir haben alles dazu getan, dieses Problem möglichst schnell, möglichst gut und zu möglichst geringen Kosten aus der Welt zu schaffen.“ Auch am Informationsfluss habe es nicht gefehlt: „Die Kita-Leitung war zu jedem Zeitpunkt über alles, was wir da tun, im Bilde.“ Der Wasserschaden im „Birkenhain“ war am Tag vor Heiligabend durch Zufall entdeckt worden: Ein Mitarbeiter hatte in dem bereits geschlossenen Kindergarten von außen Wasser plätschern gehört. Damit in ähnlichen Fällen rascher Hilfe geholt werden kann, will die Stadt am Eingang aller öffentlichen Gebäude Schilder mit den Notfallnummern der Stadtwerke anbringen. Zudem ist ein besseres Schlüsselmanagement geplant: Haus- und Türschlüssel, die derzeit noch in unterschiedlichen Abteilungen liegen, sollen künftig an zentraler Stelle zugänglich sein. Auch die Schnittstellen zwischen Hochbauamt und den Stadtwerken müssen laut Stadtrat Schüßler klar definiert werden: „Da gibt es Korrekturbedarf, das ist doch unbestritten.“

Quelle: op-online.de

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