Nur Kirche blieb 1622 stehen

Nieder-Roden - (eh) Seine Ausstellungsreihe zum Thema „Nieder-Roden im Kriegsjahr 1622“ setzt der Arbeitskreis für Heimatkunde am Sonntag, 3. Mai, im Heimatmuseum fort. Im Dreißigjährigen Krieg erlebte der Ort seine schlimmsten Kriegsereignisse. Im Jahr 1622 wurde die Gemeinde durch Brand vollständig vernichtet.

Nur die Kirche St. Matthias entging dem Flammenchaos. In einer alten Pfarrchronik ist zu lesen, dass der bayerische Feldherr Johann t’Serclaes Tilly mit seinen Truppen am 24. Juni 1622 den Main auf einer Brücke bei Steinheim überquert und dann den Rodgau verwüstet habe.

Diese Mitteilung regte Ausstellungsmacher Karl Pohl an, den Kriegsereignissen des Jahres 1622 nachzugehen. Denn erstens gab es zu diesem Zeitpunkt in Steinheim noch keine Brücke und zweitens musste Tilly mit seinen Truppen nach der Schlacht bei Bad Wimpfen am 6. Mai 1622 schon eher durch den Rodgau gezogen sein. In der Ausstellung am Sonntag von 14 bis 18 Uhr werden diese Aspekte geklärt.

Quelle: op-online.de

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