Trinitatis ohne Telefon

Kirchengemeinde wegen Breitband-Umstellung seit Tagen nicht erreichbar

Weiskirchen - Die evangelische Trinitatisgemeinde ist seit zehn Tagen technisch von der Außenwelt abgeschnitten: kein Telefon, kein Fax, kein Internet. Schuld ist die Umstellung auf einen neuen Breitbandanschluss.

Die Kirchengemeinde fühlt sich von der Telekom hängen gelassen. Dabei hatte sie alles getan, um auf Nummer sicher zu gehen. „Wir haben den Anschluss eigens mit Technikerleistung gebucht“, berichtet Gemeindesekretärin Birgit Lemper. Weder sie noch Pfarrer Hansjörg Rekow trauten sich zu, den neuen Router an die Uralt-Buchse anzuschließen. Die Telekom kündigte sich für den 20. Oktober an, sagte dann aber ab. Vier Tage später wurde der Anschluss offenbar von analog auf digital umgestellt. Seither gibt es keine freie Leitung mehr. Anrufer hören das Besetztzeichen. Und der Router wartet im Karton auf den Techniker, der ihn anschließen soll.

Bei der Telekom lag angeblich kein Auftrag vor, obwohl sie jede Menge Bestätigungen geschickt hatte. Ein paar Tage später hieß es, der Auftrag sei storniert. „Jetzt soll es wohl so sein, dass am Montag ein Techniker kommt“, berichtet Birgit Lemper. Wer den Pfarrer erreichen will, muss an der Tür klingeln oder ihn auf seiner Privatnummer anrufen. Nur so erfuhr der Pfarrer von den beiden Sterbefällen der letzten Tage. An das Gemeindebüro würden viele Anliegen herangetragen, so Lemper. Dass es nur auf Umwegen erreichbar sei, sei ärgerlich. (eh)

Ausgereift, nicht überflüssig: Rund ums Festnetztelefon

Quelle: op-online.de

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