Welche Kita ist die richtige?

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In der katholischen Kindertagesstätte St. Nikolaus erkundigt sich eine Familie bei Erzieherin Pia Smrsch (rechts).

Rodgau (pep) - „Jeder Mensch ist anders, jedes Kind ist anders, deshalb sollte man sich als Eltern gut informieren, wo man sein Kind betreuen lässt“, erklärt Nadina Dartsch.

Als Mutter hat sie genau dies getan, bevor sie sich für die Kinderbetreuung des Vereins „Die Kleinen Strolche“ in Dudenhofen entschieden hat. Die Auswahl an Kindergärten und Kindertagesstätten in Rodgau ist groß. Die Konzepte sind vielfältig. Es gibt städtische, religiöse und private Einrichtungen.

Mit ihrer Wahl ist Nadina Dartsch noch immer zufrieden, denn das Konzept der Eltern-Kind-Initiative bot ihr genau das, was sie gesucht hatte. Bei den „Kleinen Strolchen“ werden 30 Kinder im Alter von einem bis sieben Jahren in einem so genannten offenen Konzept betreut. Es gibt also keine festen Gruppen. Es werden jedoch Projekte für bestimmte Altersgruppen angeboten - zuletzt die Zaunreparatur am Gelände.

Den Eltern werden auch Arbeitsstunden abverlangt

Betreut werden die Kinder von 7.30 Uhr bis 16 Uhr, freitags bis 15 Uhr. Es gibt Frühstück, Snacks und Mittagessen von einem Bio-Caterer aus Frankfurt. Es gibt einen Schlafraum, Werkraum, eine Scheune, eine Außenanlage und einen Musikraum, in dem die Kinder den ersten Umgang mit Instrumenten lernen können. Alles was die Kinder tun, wird in einem eigenen „Strolche-Buch“ festgehalten. Wie in einem Verein üblich, werden den Eltern auch Arbeitsstunden abverlangt, etwa um die Spielgeräte zu säubern.

Die katholische Kindertagesstätte Sankt Nikolaus setzt bei ihrer Betreuung andere Schwerpunkte und auf ein anderes Modell. In so genannten geschlossenen Stammgruppen existiert ein fester Gruppenverband der aktuell 113 Kinder zwischen zwei und zehn Jahren. Jedoch können sich die Kinder aus ihrer Gruppe abmelden und dann frei im Haus bewegen.

Nachfrage nach Essensplätze steige

Der Kindergarten der katholischen Pfarrgemeinden aus Dudenhofen und Jügesheim bietet vom klassischen Vormittagskindergarten bis zur Ganztagesbetreuung mit Mittagessen unterschiedliche Betreuungsumfänge an, worauf Leiterin Franziska Berblinger-Wolf stolz ist.

Besonders die Nachfrage nach Essensplätzen steige, so Berblinger-Wolf. Für den religiösen Aspekt gibt es in der katholischen Kita keinen besonderen Unterricht. Vielmehr fließen christliche Aspekte in die komplette Arbeit mit den Kindern ein. Etwa wird vor dem Mittagessen gebetet. „Wir verstehen uns als Teil der Kirche“, erklärt die Leiterin. Gesungen werden christliche Lieder, erzählt werden religiöse Geschichten. Neben den 45 Mittagessenskindern betreut die großzügig eingerichtete Einrichtung auch 20 Hortkinder. Für jeweils zwei Gruppen gibt es einen Rückzugsraum, Werkraum und eine Küche, wo das Frühstück angerichtet wird. Auf dem Speiseplan stehen täglich Obst und Gemüse. Verfolgt wird das Ziel des „zuckerfreien Vormittags“.

„Wir arbeiten mit einem teil-offenen Konzept“

Jede Gruppe beschäftigt sich einmal die Woche im Sportraum mit einem Bewegungsangebot. Zudem werden jedes Jahr acht Projekte angeboten. Malen, Basteln und Werken steht auf dem Programm. Zum Abschluss gibt es einen Besuch in der Schirn in Frankfurt oder bei einem Schreiner. Für Kinder unter drei Jahren gebe es derzeit nur fünf Plätze pro Jahr, die Nachfrage steige aber stetig, berichtet Pia Smrsch, die die Jüngsten betreut.

„Wir arbeiten mit einem teil-offenen Konzept“, erklärt die Leiterin der städtischen Einrichtung in der Turmstraße in Nieder-Roden, Marina Ries. „Das bedeutet, dass es feste Gruppen gibt, die sich zu Beginn und am Ende des Tages treffen. Dazwischen können sich die Kinder frei im Haus bewegen.“ Knapp 80 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren werden betreut, davon bleiben fast 50 zum Mittagessen. Bis zum Ende um 17 Uhr bleiben etwa 15 Kinder, Tendenz steigend.

In verschiedenen Räumen können sich die Kinder austoben. Im Bastelraum gibt es selbstgemachte Knete, jede Menge Buntstifte, Kleber, Karton und mehr. Auch echtes Werkzeug gibt es in der Werkstatt. Aber hier darf nur unter Aufsicht und nach einer vorangegangenen kleinen Prüfung gesägt und gebohrt werden.

Im Wohnzimmer kann gemütlich gespielt werden, und auch die Außenanlage bereitet den Kindern Freude.

Quelle: op-online.de

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