Tag der offenen Tür

Kita-Plätze für fast jeden Anspruch

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Frei umsehen konnten sich Kinder und Eltern am Sonntag in der städtischen Kita in Hainhausen.

Rodgau - Hauptsache Platz gefunden? Wo, von wem und wie ihre Kinder betreut und gefördert werden, ist vielen Eltern eben nicht egal. Das zeigte sich beim Tag der offenen Tür der Rodgauer Kindertageseinrichtungen am Sonntag.

Über die U3-Gruppe „Mini-Mützen“ in Hainhausen informierte deren Leiterin Tina Erlenbach.

Der durchweg hohe Qualitätsanspruch beeindruckte ebenso wie die Angebotsdichte. Wer mit dem Blick von außen und einem kurzen Hallo zufrieden war, hätte etwa in Weiskirchen und Hainhausen keine Viertelstunde gebraucht, um mindestens vier Einrichtungen kennenzulernen. Die meisten Besucher ließen sich mehr Zeit. Einige genossen in der katholischen Kindertagesstätte Sonnenau (Weiskirchen) einen Hauch von Nostalgie. Vieles sehe noch genauso aus wie früher, stellte ein Großvater auf der Suche nach einem Kindergartenplatz für sein Enkelkind fest: Die großen Räume, die Steinfliesen und teils auch das solide Interieur kennt er noch aus seiner eigenen Kindergartenzeit.

Wie ein 60er-Jahre-Museum wirkt die Kita indessen keineswegs: Alles ist sauber und gepflegt, die Sanitärbereiche wirken ebenso modern wie die Spielausstattung für die vier voll belegten Kindergartengruppen. Der Garten und das großzügige Außenspielgelände werden regelmäßig nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen aktualisiert. Leiterin Dajana Winkler und ihr Team fahren ein offenes Konzept. So können sich die Drei- bis Sechsjährigen am Morgen nach Belieben umtun, bevor sie in ihre Gruppen gehen. An den Vormittagen sind alle Gruppen mit zwei Erzieherinnen besetzt, nachmittags bis 17 Uhr, wenn deutlich weniger Kinder da sind, reicht in der Regel eine Kraft. Fürs Vorschulalter gibt es ein Sonderprogramm, die „Regenbogenzeit“: Mindestens einmal pro Woche bekommt jedes Kind mit einfachen Rechenaufgaben und naturwissenschaftlichen Experimenten einen Vorgeschmack auf die Schule.

Geräumig, solide und doch modern: In der katholischen Kita Sonnenau in Weiskirchen herrscht Wohlfühl-Atmosphäre. Zum Tag der offenen Tür kamen viele Familien.

Ganz anders liegen die Schwerpunkte bei den „Mini-Mützen“. Im Mütterzentrum an der Martin-Bihn-Straße in Hainhausen werden ausschließlich unter Dreijährige in einer einzigen Gruppe betreut. 18 Kinder teilen sich nach Worten der Leiterin Tina Erlenbach derzeit ein Dutzend Plätze. Mehr als zwölf Kinder seien nie auf einmal beisammen. In U3-Betreuung hat das Mütterzentrum schon seit 2001 Erfahrung gesammelt, seit sieben Jahren ist das Angebot offiziell. Für die Kleinen bedeute der Einstieg bei den „Mützen“ oft die erste soziale Erfahrung außerhalb der Familie, weiß Erlenbach. Ein wesentlicher Teil der Arbeit bestehe für das Team daher darin, den Prozess des Loslösens zu begleiten. Die Familien seien eng in den Tagesbetrieb eingebunden, teils auch über die anderen Angebote des Mütterzentrums wie etwa den offenen Frühstückstreff.

Kita-Lunch statt Abendkarte: Als Koch-Azubi im Catering

Möglichst umfassend beziehen auch Ursula Jakobi und ihre Mitarbeiterinnen die Eltern ein. Die städtische Kita an der Hainhäuser Robert-Koch-Straße (Hainhausen) ist ein Teil des Rodgauer Familienzentrums, Erzieherinnen werden dort auch ausgebildet und es gibt Plätze für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Erst kürzlich wuchs die Kita mit bis dahin vier Kindergarten- und einer Krippengruppe um eine weitere U3-Einheit, die Stadt bezog dafür benachbarte frühere Vereinsräume ein. Das dürfte aus Sicht der Leiterin nicht das Ende sein: Der Bedarf steige weiter, weiß Jakobi. Eltern benötigten immer früher einen Betreuungsplatz. (zrk)

Quelle: op-online.de

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