Kita-Streit eskaliert

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Mit einem Plakat und unter Regenschirmen protestierten die Eltern.

Jügesheim (bp) - Der Streit um die Sanierung der Kita an der evangelischen Emmausgemeinde hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Am Montagabend protestierten Eltern und Kirchenvorstandsmitglieder vor der Sitzung der Stadtverordneten.

Diese sollten entscheiden, ob ein Dringlichkeitsantrag der CDU auf die Tagesordnung kommt, der unter anderem die Sanierung der Kita und deren Ausbau zum Familienzentrum fordert. Die Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und FWG stimmte dagegen, die CDU, „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) und der Stadtverordnete der Linken dafür.

Dies reichte allerdings nicht. Der Antrag wird erst bei der nächsten Sitzung behandelt. Die Eltern mussten abziehen. Die Vorsitzende des Kita-Elternbeirats, Martina Berg, war enttäuscht. „Wir sind fassungslos. Die Sanierung des Dachs wird um Monate verzögert.“

In der gestrigen Magistratspressekonferenz sagten Sozialdezernent Michael Schüßler und Bürgermeister Hoffmann, nicht die Stadt verzögere die Sanierung, sondern die Kirche. Seit vier Wochen warte man auf eine Antwort der Gemeinde auf die Frage, wer der Ansprechpartner für die Baumaßnahme sei. Die Stadt habe schon im vergangenen Herbst das Dach abdichten wollen. Das Verhältnis zur Gemeinde sei zerrüttet.

Ein Schlichtungsgespräch mit Dekan Carsten Tag habe dieser aus Zeitnot abgesagt. Der CDU-Antrag stifte mit unseriösen Inhalten Unruhe in der Kita, der Wilhelm-Busch-Schule und im Hort Alter Weg. Familienzentren seien am Alten Weg und in Hainhausen geplant. Die CDU habe dies bisher mitgetragen.

Quelle: op-online.de

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