Kleidercontainer soll weg

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Zwei Ärgernisse: der illegale Kleidercontainer am Niederwiesenring und die Bau- und Malerabfälle am Weg zum Kompostplatz.

Rodgau - Ein Kleidercontainer am Niederwiesenring ist seit Monaten ein Stein des Anstoßes. „Wir brauchen keinen dritten Kleidercontainer an dieser Straße“, protestieren Anwohner des Niederwiesenrings. Von Ekkehard Wolf und Peter Petrat

Bau- und Malerabfälle

Nur 650 Meter liegen zwischen den Sammelbehältern der Malteser und des Roten Kreuzes. Auf halbem Weg dazwischen steht seit Februar ein weiterer Container. Die Tür ist aufgebrochen, Mülltüten stapeln sich. „Es muss etwas geschehen“, fordern Gerhard und Maria Luzia Baer in einer E-Mail an die Redaktion unserer Zeitung. Seit 18. Februar hatten sie sich mehrmals an die Stadtverwaltung gewandt - ohne Ergebnis. Eine Anfrage unserer Redaktion im Rathaus brachte jetzt Bewegung in die Sache.

„Der Container steht dort illegal“, sagt die städtische Pressesprecherin Sabine Fischer: „Der Eigentümer ist im Moment nicht greifbar, wird aber ermittelt.“ Die Stadt werde den Eigentümer auffordern, den Blechkasten zu entfernen. Ein Ordnungspolizist, der gestern nach dem Rechten sah, schritt gleich zur Tat: Er packte die Mülltüten ins Auto und nahm sie zur Entsorgung mit.

Illegale Sammelbehälter entfernen

Ratlos und empört: Rudolf Girz fragt sich, warum ihm jemand diese grüne Ballonflasche in den Vorgarten gelegt hat.

An 24 Stellen im Stadtgebiet stehen derzeit Kleidercontainer. Sie gehören den etablierten Hilfsorganisationen Johanniter, Malteser und Rotes Kreuz. Auch die Kolpingfamilie unterhält einen Behälter. „Alles andere steht zunächst illegal“, erklärt Sabine Fischer. Offensichtlich sei mit Altkleidern gut Geld zu verdienen. Oft seien die Eigentümer nicht feststellbar, angegebene Handynummern seien häufig falsch. Dieses Problem bestehe in vielen Städten und Gemeinden. Spätestens im nächsten Jahr werde es in Rodgau eine groß angelegte Aktion geben, um illegale Sammelbehälter aus dem Stadtgebiet zu entfernen: „Das haben wir vor Jahren schon einmal gemacht.“ Für die lange Wartezeit seit dem ersten Bürgerhinweis aus dem Niederwiesenring bittet die Pressesprecherin der Stadt um Entschuldigung: „Das war ein Fehler, dazu stehen wir auch.“

Ratlos und empört stand gestern Rudi Girz an seinem Vorgarten in Hainhausen. Ein unbekannter Zeitgenosse hatte dort in der Nacht eine riesige, ballonförmige Flasche aus grünem Glas abgelegt. „Ein Unding ist so was, wo soll ich die denn hintun?“, fragt sich der Senior. Er hofft, dass sich unter den Lesern unserer Zeitung jemand findet, der Verwendung dafür hat - denn zum Zerschlagen ist das Glas ihm fast zu schade.

Überreste einer Renovierungsaktion standen dieser Tage am Weg zur Kompostierungsanlage Dudenhofen. Die Stadt bezeichnet es als „schäbig“, Abfälle auf diese Weise zu entsorgen: Den Abtransport durch den Bauhof bezahlen alle mit.

Quelle: op-online.de

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