Kleine Stars vor der Kamera

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Ton läuft, Film ab: Paula und Laurens Tauber bei der Sprechprobe für die Märchenverfilmung, für die sie in mittelalterliche Kostüme schlüpfen. Dabei hatten sie offensichtlich großen Spaß.

Jügesheim (pul) ‐ Der Gänsemagd wird im gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm übel mitgespielt. Statt als Braut aus königlichem Haus mit ihrem Traumprinzen vor den Traualtar zu treten, muss sie sich als ordinäre Magd ausgeben und hütet tagsüber die Gänse auf den Wiesen des Königreichs. Bei der Verfilmung für die ARD standen zwei Kinder aus Jügesheim vor den Fernsehkameras.

Erste Erfahrungen bei Filmaufnahmen sammelte Paula Tauber aus dem Alten Weg schon letztes Jahr, als die Erzählungen König Drosselbarts im Frühjahr filmisch umgesetzt wurden. Nun kam sie über Vater Erik, der beim Hessischen Rundfunk als Tonmeister seine Brötchen verdient, an die Rolle im Märchen „Die Gänsemagd“.

Ich habe nichts gesprochen“, erinnerte sie sich an ihren Job als Komparse bei den Dreharbeiten in der Ronneburg. Gemeinsam mit ihrem Bruder Laurens (4) saß sie bei der abschließenden Hochzeit mit an der Tafel und genoss das mittelalterliche Ambiente.

Die ARD sendet das Märchen „Gänsemagd“ am zweiten Weihnachtsfeiertag um 15.45 Uhr. Und wie der Film entstand, ist am 27. Dezember, um 11 Uhr im Hessenfernsehen zu sehen.

Komparse sein ist kein Zuckerschlecken. Warten, warten und nochmals warten war die Hauptbeschäftigung der beiden Kinder. Dafür hatte Paula Tauber Riesenspaß, ihre langen blonden Haare zu Zöpfen zu flechten. An das knöchellange orangefarbene Kleid erinnert sie sich mit genauso viel Freude. Zumindest was das Äußere angeht. „Das kratzte und juckte die ganze Zeit“, bedauert die Achtjährige die Menschen im Mittelalter, die solche Stoffe tragen mussten.

Trotzdem will sie 2010 bei einem möglichen Dreh wieder dabei sein. Welches Märchen dann im Fernsehprogramm stehen wird, ist noch offen.

Quelle: op-online.de

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