Kleiner Melder rettet Leben

Das Ufer der Rodau in Dudenhofen reinigten junge Feuerwehrleute im Zuge der Landesumweltaktion „Sauberhafter Frühlingputz“. Innerhalb von dreieinhalb Stunden sammelte eine Abordnung der Jugendfeuerwehr Dudenhofen (sechs Jugendlichen und drei Betreuer) 18 Säcke Unrat ein. Die Highlights waren eine Badewanne, ein Fahrrad und ein Tretroller. Im nächsten Jahr wird die Jugendfeuerwehr Dudenhofen wieder an der Aktion sich beteiligen.Foto: Wolf

Hainhausen - (chz) Als einzige Wehr im Raum Rodgau und Rödermark nutzte die Freiwillige Feuerwehr Hainhausen erstmalig den bundesweiten Rauchmelder-Aktionstag, um die Bürger über dieses lebenswichtige Thema zu informieren.

Fachkundiges Personal der Einsatzabteilung rund um Einsatzleiter Joachim Blum stand in vier Gesprächsrunden für Fragen im Feuerwehrhaus bereit und informierte anhand einer gründlichen und verständlichen Diaprojektion über die Gefahren und die vorbeugenden Möglichkeiten und erläuterte Bau- und Arbeitsweisen verschiedener Rauchmelder-Modelle.

„Ich habe noch keinen Brand hier erlebt, bei dem ein Rauchmelder im Spiel gewesen ist“, erläuterte Blum die noch recht mangelhafte Ausrüstung der Bevölkerung mit diesen elementaren Hilfsmitteln, die schon ab wenigen Euros in Baumärkten zu erhalten und leicht zu montieren sind. „Eines ist wichtig: immer waagerecht an der Decke und möglichst mitten im Raum montieren, und mehrmals im Jahr mit dem Probeknopf testen, ob die Batterie noch in Ordnung ist!“ - schließlich hat nicht jedes der billigeren Produkte eine Frühwarnung für leere Batterien.

Immer noch sterben knapp 500 Menschen in Deutschland jährlich an den Folgen eines Wohnungsbrandes, 100mal so viele werden verletzt. Bei 95 Prozent davon ist der Rauch das eigentlich Tödliche und nicht das offene Feuer.

„Wir riechen es nicht, dass es brennt, und schlafen in den Tod hinein“, so Blum. Im Durchschnitt bleiben vier Minuten Zeit, um beim Ausbruch eines Brandes die Wohnung zu verlassen - falls man es merkt. Die Gesetzgebung hat dies auch erkannt: Neubauten müssen seit 2005 bereits mit Rauchmeldern ausgestattet sein, in Alt- und Umbauten schreibt die Hessische Bauordnung die Nachrüstung ab 2014 zwingend vor. Küche und Bad sind sensibel zu handhaben - da die normalen Rauchmelder mittels einer Leuchtdiode und einer Fotolinse funktionieren, die schon bei leichtem Qualm Alarm auslösen, bedarf es in den oft von Wasserdampf vernebelten Räumen besonderer Modelle. „Wie viel ist Ihnen Ihr Leben oder das Ihres Kindes wert?“ Zumindest einige Rauchmelder für wenige Euro doch wohl sicher.

Quelle: op-online.de

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