U3-Kita in Alter Schule Dudenhofen

Kleinkinder folgen den Polizisten nach

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Noch sind die künftigen Kindergartenräume eine Baustelle. Gestern verlegten Handwerker den Bodenbelag. Am 8. September sollen dort die ersten Krabbelkinder spielen.

Dudenhofen - Kleinkinder können ab 8. September in der Alten Schule Dudenhofen spielen. Das Gebäude neben dem Bürgerhaus diente in den vergangenen 24 Jahren als Polizeiposten.

Noch haben Handwerker dort das Sagen. Sie verlegen Bodenbeläge, tapezieren Wände und montieren Steckdosen. Türen, Küche, Möbel und Spielsachen kommen ganz zum Schluss. Der Umbau ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Erst vor drei Monaten fiel die Entscheidung, das Erdgeschoss des ehemaligen Polizeipostens in eine Kindertagesstätte zu verwandeln. Nach Planung und Auftragsvergabe blieben für den eigentlichen Umbau nur acht Wochen - und das ausgerechnet in den Sommerferien.

„Ich denke, wir haben eine gute Chance, rechtzeitig fertig zu werden“, sagte Erster Stadtrat Michael Schüßler gestern vor der Presse. Die Stadt steht im Wort: Die Eltern verlassen sich darauf, dass ihre Kinder eine verlässliche Betreuung haben. Ein sanfter Einstieg nimmt Rücksicht auf die Kleinen, die alle jünger als drei Jahre (U 3) sind. Zunächst kommen vier Kinder zur Eingewöhnung. Sobald sie Fuß gefasst haben, kommen die nächsten dazu. So wachsen die beiden Gruppen allmählich, bis jede aus zwölf Kindern besteht.

Steigende Nachfrage

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Eigentlich waren die Windelträger in Jügesheim angemeldet. Das neue Familienzentrum Alter Weg sollte im September ans Netz gehen. Nach dem Schwelbrand vom März dürfte der Neubau jedoch erst im Frühjahr 2015 fertig sein. Als Zwischenlösung waren zunächst Containerräume im Gespräch, doch die hohen Kosten (200.000 Euro allein für die Miete) brachten die Stadtverwaltung zum Umdenken. Nun gibt die Stadt das Doppelte aus, bekommt aber dafür einen echten Mehrwert. Wenn die beiden U3-Gruppen im Frühjahr nach Jügesheim umziehen, bietet die Alte Schule Platz für zwei reguläre Kita-Gruppen mit 50 Drei- bis Sechsjährigen.

Der Platz wird dringend gebraucht. Der Zuzug an jungen Familien sorgt dafür, dass die Nachfrage nach Kindergartenplätzen trotz des Geburtenrückgangs steigt. Für das Kita-Jahr 2014/15 stehen schon jetzt nur noch wenige freie Tagesstättenplätze zur Verfügung. 76 Prozent aller städtischen Betreuungsplätze sind Tagesstättenplätze mit Mittagsversorgung. Erstmals in der Geschichte der Stadt Rodgau hat die Anzahl der Kinder, die in städtischen Einrichtungen betreut werden, die Zahl von 1000 überstiegen. Mit der Inbetriebnahme des Familienzentrums steigt diese Zahl auf etwa 1080 Kinder.

Handwerker leisten ganze Arbeit

In der Georg-August-Zinn-Straße 1 haben die Handwerker in den letzten Wochen ganze Arbeit geleistet. Sie versetzten Trennwände, bauten neue Fenster ein, erweiterten die Heizung um einen Warmwasserspeicher, montierten neue Heizkörper und richteten Wasch- und Wickelräume ein. Auch Schallschutzdecken und ein zweiter Fluchtweg sind selbstverständlich.

Als Außengelände wird zunächst der kleine Grünstreifen an der Georg-August-Zinn-Straße eingezäunt und mit einem Spielhaus, einem Wipptier und Sandkasten ausgestattet. Die Größeren bekommen im nächsten Jahr eine Außenspielfläche vor der Eingangstreppe. Die großen Bäume werden als Schattenspender integriert. Die beiden Behindertenparkplätze werden verlegt. Die endgültige Außengestaltung wird allerdings noch geplant und den städtischen Gremien vorgestellt. Alles in allem kostet der Umbau der Alten Schule in eine Kindertagesstätte rund 400.000 Euro.

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Das Obergeschoss ist für Vereine reserviert. Ein großer Probenraum und einige kleinere Räume sind vorgesehen. Die Interessengemeinschaft der Ortsvereine (IGEMO) übernimmt deren Ausbau. Das Ortsgericht wird ins Rektor-Geißler-Haus verlegt.

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eh

Quelle: op-online.de

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