Kleinkindgruppen vor dem Start

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Bundesmittel in Höhe von 323 000 Euro überreichte Kreisbeigeordneter Carsten Müller (Mitte) gestern an Bürgermeister Alois Schwab (links) und Stadtrat Michael Schüßler. Bundespräsident Horst Köhler schaute aus dem Bilderrahmen zu.

Rodgau - (eh) Neue Krabbelgruppen in drei Kindertagesstätten können in den nächsten Wochen starten. Bei den Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren belegt die Stadt Rodgau dann einen Spitzenplatz im Kreis Offenbach.

Die Kita Schillerstraße erhält einen Anbau, die evangelische Kita Birkenhain verfügt nun über ein ausgebautes Dachgeschoss. Im Binger Weg wurde eine Kindergartengruppe in eine Kleinkindergruppe umgewandelt.

Ein Teil der Baukosten wird aus Bundeszuschüssen bezahlt. Kreis-Sozialdezernent Carsten Müller überreichte die Bescheide in Höhe von 323 000 Euro gestern an seinen Rodgauer Kollegen Michael Schüßler und an Bürgermeister Alois Schwab.

Beim Ausbau der Kleinkinderbetreuung liege Rodgau nach Mühlheim an zweiter Stelle im Kreis, lobte Müller. „Wir kommen am Ende dieses Jahres auf 218 Plätze“, kündigte Schüßler an. Damit stehe für jedes fünfte Kind (20 Prozent) dieser Altersgruppe ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Bis zum Jahr 2013 soll bundesweit eine Quote von 30 Prozent erreicht sein. Schüßler: „Die Kinder, über die wir da reden, sind noch gar nicht geboren.“

Beim Betreuungsangebot für die Ein- bis Dreijährigen zählt die Stadt die Plätze in Gruppen (142) und bei Tagesmüttern (76) zusammen.

Die frühkindliche Bildung verlangt der Stadt eine finanzielle Kraftanstrengung ab. Trotz Bundeszuschuss bedeutet jede neue Gruppe für die Stadt rund 100 000 Euro Baukosten und ein jährliches Defizit von etwa 50 000 Euro.

Die neue Kleinkindergruppe in Dudenhofen startet am kommenden Montag mit zunächst zwei Kindern. Die Gruppe in Weiskirchen folgt im Oktober, weil sich der Umbau verzögert hat.

Weitere Kleinkindgruppen plant die Stadt in Dudenhofen (Kita Freiherr-vom-Stein-Straße) und Jügesheim (Familienzentrum Alter Weg). Für künftige Projekte ist der Stadtrat mit Kirchen und Elterninitiativen im Gespräch: „Ohne die freien Träger werden wir es nicht schaffen.“

Quelle: op-online.de

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