Ausstellung und Vorträge zum „Tag der Umwelt“

Klimaschutz geht auch Kinder an

Kinderbilder zum Thema Klimaschutz zeigt eine Ausstellung am „Tag der Umwelt“ im Rathaus.

Rodgau - Dusche statt Vollbad oder Skateboard-Fahren statt Zocken an der X-Box: Wer die Klimakatastrophe abwenden will, muss sein Verhalten ändern. Wie das geht, zeigen 100 Rodgauer Kinder mit selbst gemalten Bildern zum weltweiten „Tag der Umwelt“ am 5. Juni.

Ihre Bilder werden an diesem Tag im Rathaus gezeigt. Die Ausstellung ist Teil eines Aktionstages mit Energieberatung, Infoständen und Vorträgen. Der Klimaschutz ist nicht erst seit gestern ein Thema in Rodgau. Seit Jahren ist die Stadt Mitglied in der landesweiten Initiative „100 Kommunen für den Klimaschutz“. Zweimal im Monat bietet die Verbraucherzentrale hier eine unabhängige Energieberatung an; Rodgau zählt von der Nachfrage her zu den besten Beratungs-Stützpunkten in Hessen.

Das, was Ingenieur Andreas Schablitzki in der Beratung empfiehlt, führt oft zu Aufträgen an das örtliche Handwerk. So profitieren beide: Eigenheimbesitzer sparen Energie und die Handwerker haben Arbeit. „Klimaschutz ist auch Wirtschaftspolitik“, betont Markus Porth vom hessischen Umweltministerium. Allerdings weiß er auch, dass nur viele kleine Schritte zum Ziel führen: „Klimaschutz bringt keine schnellen Erfolge, man braucht einen langen Atem.“ Diese Arbeit sei wichtig, aber nur schwer vermittelbar: „Was wir hier machen, wird die übernächste Generation vielleicht als vermiedenen Sturm nicht wahrnehmen können.“

Handfeste Informationen

Bürgermeister Jürgen Hoffmann kritisiert in diesem Zusammenhang, „dass sich Landes- und Bundespolitik in die Entwicklung der Windenergie in einer Weise hineinhängen, die nicht angemessen ist“. Das werde „von den Menschen vor Ort nur begrenzt verstanden“. Auch in Sachen Solarstrom trete die Regierung unverständlicherweise auf die Bremse: „Wir haben das beste Photovoltaik-Förderungsprogramm der Welt und stampfen es ein.“ Dennoch verfolgten die Stadt und die Stadtwerke Rodgau weiterhin den Plan einer Photovoltaikanlage auf dem Geländestreifen nördlich der Autobahn 3: „Das Ganze rechnet sich nur noch über den Eigenverbrauch.“

Nicht nur solche politisch brisanten Fragen behandelt der „Tag der Umwelt“ am Donnerstag, 5. Juni, im Rathaus. Informationsstände und Vorträge bieten auch handfeste Informationen zu Themen wie Energieeffizienz, Nutzung der Erdwärme oder zu den geänderten Vorschriften für Heizungsanlagen und holzbefeuerte Kamine. Wer möchte, kann zwischen 14 und 18 Uhr auch die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Anspruch nehmen, muss sich allerdings spätestens am Mittwoch unter s 693-1351 anmelden.

Der „Tag der Umwelt“ wird weltweit in rund 150 Staaten begangen, seit 1976 auch in Deutschland. Dieser Tag soll das Umweltbewusstsein in der Öffentlichkeit stärken. Das Informationsangebot in Rodgau beschränkt sich nicht nur allein auf Hausbesitzer und Mieter. Auch Sportvereine, Schulen, Kirchengemeinden, Gewerbevereine, Naturschutzvereine, Unternehmen und alle umweltinteressierten Bürger können erfahren, was sie selbst für den Klimaschutz tun können.

Ganz bewusst hat die Stadt auch Kindergarten- und Schulkinder gebeten, sich Gedanken zum Klimaschutz zu machen, wie Peter Kämmerling vom städtischen Fachdienst Stadtplanung und Umwelt sagt: „Letztlich werden unsere Kinder die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen.“ 

eh

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare