„Klönsnack- Abend“ in Hessen

Rodgau (nb) - Wenn in Hessen Plattdeutsch gesprochen wird, hat meist ein Verein aus Rodgau seine Zunge im Spiel. „Plattdüütsch leevt Hessen“ heißt der Zusammenschluss von gebürtigen Norddeutschen, die es nach Hessen verschlagen hat. Von Niels Britsch

Wenn die Norddeutschen in ihrem Dialekt „snacken“ (also reden), versteht der Hesse nicht unbedingt alles. Möglicherweise geht es den Norddeutschen ähnlich, wenn sie die Hessen babbeln hören. Wenn nun Norddeutsche und Hessen in ihren jeweiligen Sprachen miteinander kommunizieren, könnte es zu Missverständnissen kommen - und der Bayer würde wahrscheinlich kopfschüttelnd diese Konversation verfolgen. 

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Um die norddeutschen Traditionen und die norddeutsche Sprache zu pflegen, haben Exilanten aus dem hohen Norden 1985 den Verein „Plattdüütsch leevt Hessen“ gegründet. Ein „Verein zur Erhaltung und Förderung der niederdeutschen Sprache“, wie sich der Zusammenschluss von Hamburgern, Bremern, Niedersachsen, Ostfriesen, Schleswig-Holsteinern und anderen Norddeutschen selber beschreibt. Die meisten der Mitglieder hat es aus beruflichen Gründen nach Hessen verschlagen, einmal monatlich treffen sie sich in Rodgau zum „Klönsnack- Abend“. Und jedes Jahr im Januar findet ein Grünkohlessen statt, ein Abend mit norddeutscher Musik, Sprache und vor allem dem norddeutschen Nationalgericht.

Wir haben das Grünkohlessen mit einer Kamera besucht und ein kleines Video gedreht - doch Vorsicht: Für Menschen mit hessischer oder nicht-norddeutscher Herkunft übernehmen wir keine Garantie, dass jeder Dialog zu verstehen ist...

Quelle: op-online.de

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